deinem Bruder Früchte verkaufst und sie von einer Katastrophe [jāʾiḥa] getroffen werden, so ist es dir nicht erlaubt, etwas von ihm zu nehmen. Warum nimmst du das Vermögen deines Bruders ohne Recht?“ Dies überlieferten Muslim und Abū Dāwūd, und sein Wortlaut ist: „Wer Früchte verkauft und sie von einer Katastrophe [jāʾiḥa] getroffen werden, der nehme nichts vom Vermögen seines Bruders. Warum nimmt einer von euch das Vermögen seines muslimischen Bruders?“ Dies ist eindeutig in der Rechtsnorm, daher darf nicht davon abgewichen werden. Al-Shāfiʿī sagte: Es stand bei mir nicht fest, dass der Gesandte Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Heil – befahl, die Katastrophen [al-jawāʾiḥ] zu erlassen [waḍʿ], und wäre es festgestanden, hätte ich es nicht übergangen, und wäre ich ein Befürworter ihres Erlasses, hätte ich sie sowohl bei geringer als auch bei großer Menge erlassen. Wir sagen: Der Hadith ist feststehend. Es überlieferten ihn die Imame, unter ihnen: Imam Aḥmad, Yaḥyā ibn Maʿīn, ʿAlī ibn Ḥarb und andere, von Ibn ʿUyayna, von Ḥumayd al-Aʿraj, von Sulaymān ibn ʿAtīq, von Jābir. Und es überlieferten ihn Muslim in seinem „Ṣaḥīḥ“, Abū Dāwūd in seinen „Sunan“, Ibn Mājah und andere. Und es gibt für sie keinen Beweis in ihrem Hadith, denn das Tun des Verpflichtenden ist gut; wenn er also schwört, das Verpflichtende nicht zu tun, so hat er geschworen, nichts Gutes zu tun. Was das Zwingen betrifft, so tut der Prophet – Allah segne ihn und schenke ihm Heil – dies nicht allein aufgrund der Aussage des Klägers ohne ein Geständnis des Verkäufers und ohne Anwesenheit. Und weil die Freigabe [takhlīya] keine vollständige Inbesitznahme [qabḍ] ist, durch den Beweis dessen, was wäre, wenn sie bei einigen von ihnen durch Verdursten vernichtet würden. Und aus der Erlaubnis zur Verfügungsgewalt folgt nicht die vollständige Inbesitznahme [qabḍ], durch den Beweis der Nutzniessungen [manāfiʿ] bei der Miete: Die Verfügungsgewalt über sie ist erlaubt, und wenn sie vernichtet würden, wären sie zu Lasten des Vermieters; ebenso die Frucht, denn sie befindet sich an ihrem Baum wie die Nutzniessungen [manāfiʿ] vor ihrer Inanspruchnahme, sie entstehen nach und nach, und ihr Analogieschluss [qiyās] wird durch die Freigabe [takhlīya] bei der Miete entkräftet.
= in: Kapitel: Der Erlass bei Katastrophen (waḍʿ al-jawāʾiḥ), aus dem Buch der Verkäufe. al-Mujtabā 7/233. Und Imam Aḥmad, im: Musnad 3/309. (4) Herausgegeben von Muslim, in: Kapitel: Der Erlass bei Katastrophen (waḍʿ al-jawāʾiḥ), aus dem Buch der Bewirtschaftung (Musāqāt). Ṣaḥīḥ Muslim 3/1190. Und Abū Dāwūd, in: Kapitel: Über den Erlass der Katastrophe (Jāʾiḥa), aus dem Buch der Verkäufe. Sunan Abī Dāwūd 2/248. Ebenso herausgegeben von al-Nasāʾī, in: Kapitel: Der Erlass bei Katastrophen (waḍʿ al-jawāʾiḥ), aus dem Buch der Verkäufe. al-Mujtabā 7/232, 233. Und Ibn Mājah, in: Kapitel: Der Verkauf von Früchten auf Jahre und die Katastrophe, aus dem Buch der Handelsgeschäfte. Sunan Ibn Mājah 2/747. (5) In M: „min māl“ (von Vermögen). (6) Fehlt im „Original“. (7) In M eine Ergänzung: „qabla“ (vor). (8) In den Abschriften: „laḥālan“ (sofort).
أخِيكَ ثَمرًا، فأصابَتْهُ جائِحَةٌ، فَلَا يَحِلُّ لَكَ أنْ تَأْخُذَ مِنْهُ شَيْئًا، لِمَ تَأْخُذُ مَالَ أخِيكَ بِغَيْرِ حَقٍّ" رواه مُسْلِمٌ وأبو داود (٤)، ولَفْظُه: "مَنْ بَاعَ ثَمَرًا، فَأصَابَتْهُ جَائِحَةٌ فَلَا يَأْخُذْ مِنْ مَالِ أخِيهِ شَيْئًا، عَلَى مَ يَأْخُذُ أحَدُكُم مالَ (٥) أخِيهِ المُسْلِم؟ ". وهذا صَرِيحٌ فى الحُكْمِ فلا يُعْدَلُ عنه. قال الشَّافِعِيُّ: لم يَثْبُتْ عندى أنَّ رسولَ اللَّه -صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ- أمَرَ بِوَضْعِ الجَوَائِحِ، ولو ثَبَتَ لم أَعْدُه، ولو كنتُ قائِلًا بِوَضْعِها لوَضَعْتُها فى القَلِيلِ والكَثِيرِ. قُلْنا: الحَدِيثُ ثابِتٌ. رواهُ الأئِمَّةُ، منهم: الإِمامُ أحمدُ، ويَحْيَى ابن مَعِينٍ، وعلىُّ بن حَرْبٍ، وغيرُهم، عن ابن عُيَيْنَةَ، عن حُمَيْدٍ الأعْرَجِ، عن سليمانَ بنِ عَتِيقٍ، عن جَابِرٍ. ورَوَاهُ مُسْلِمٌ فى "صَحِيحِه"، وأبو دَاوُدَ فى "سُنَنِه"، وابنُ مَاجَه وغيرُهم. ولا حُجَّةَ لهم فى حَديثِهم، فإنَّ فِعْلَ الوَاجِبِ خَيْرٌ، فإذا تَأَلَّى أن لا يَفْعَلَ الواجِبَ، فقد تَأَلَّى ألَّا يَفْعَلَ خَيْرًا. فأمَّا الإِجْبارُ، فلا يَفْعَلُه النَّبِيُّ -صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ- بمُجَرَّدِ قولِ المُدَّعِى من غيرِ إقْرارٍ مِن (٦) البائِعِ، ولا حُضورٍ. ولأنَّ التَّخْلِيَةَ ليست بقَبْضٍ تامٍّ، بِدَليلِ ما لو تَلِفَتْ بِعَطَشٍ عندَ بعضِهم. ولا يَلْزَمُ من إباحَةِ التَّصَرُّفِ تمامُ القَبْضِ، بِدَليلِ المَنافِعِ فى الإِجارَةِ يُباحُ التَّصَرُّفُ فيها، ولو تَلِفَتْ كانتْ مِن ضَمانِ المُؤْجِرِ، كذلك الثمَرةُ، فإنَّها فى شَجَرِها، كالمنافِعِ قبلَ (٧) اسْتِيفائِها، تُوجَدُ حالًا فَحالًا (٨)، وقِياسُهم يَبْطُل بالتَّخْلِيَةِ فى الإِجَارةِ.
= فى: باب وضع الجوائح، من كتاب البيوع. المجتبى ٧/ ٢٣٣. والإِمام أحمد، فى: المسند ٣/ ٣٠٩.(٤) أخرجه مسلم، فى: باب وضع الجوائح، من كتاب المساقاة. صحيح مسلم ٣/ ١١٩٠. وأبو داود، فى: باب فى وضع الجائحة، من كتاب البيوع. سنن أبي داود ٢/ ٢٤٨.كما أخرجه النسائى، فى: باب وضع الجوائح، من كتاب البيوع. المجتبى ٧/ ٢٣٢، ٢٣٣. وابن ماجه، فى: باب بيع الثمار سنين والجائحة، من كتاب التجارات. سنن ابن ماجه ٢/ ٧٤٧.(٥) فى م: "من مال".(٦) سقط من: "الأصل".(٧) فى م زيادة: "قبل".(٨) فى النسخ: "لحالا".