Kapitel über die Musarrat (das zurückgehaltene Tier) und anderes.
At-Tasriya bedeutet das Ansammeln von Milch im Euter. Man sagt: „Sarra al-Scha’ah“ (er hat das Schaf zur Milchansammlung zurückgehalten) und „Sarra al-Laban fi Dar’i al-Scha’ah“ (er hat die Milch im Euter des Schafes angesammelt), sowohl mit Schadda als auch mit Tachfif. Man sagt auch: „Sarra al-Ma’a fi al-Hawd“ (er hat das Wasser im Becken zurückgehalten), „Sarra al-Ta’am fi Fihi“ (er hat die Nahrung im Mund zurückgehalten) und „Sarra al-Ma’a fi Zahrihi“, wenn er den Geschlechtsverkehr unterlässt. Abu Ubaid hat dazu den folgenden Vers angeführt (1):
Sie sah einen Jüngling, der in seinem Rückgrat... Das Wasser der Jugend, die Blüte seiner Stärke zurückhielt.
Und „Ma’an Saran“ oder „Saran“ sagt man, wenn sein Stillstand lange andauert. Al-Bukhari sagte: Der Ursprung von At-Tasriya ist das Zurückhalten von Wasser; man sagt: „Sarraytu al-Ma’a“ (ich habe das Wasser zurückgehalten). Die Musarrat wird auch „Al-Muhaffalah“ genannt; dies leitet sich ebenfalls vom „Sammeln“ ab, und daher werden die Versammlungen der Menschen „Mahafil“ genannt. At-Tasriya ist verboten, wenn man damit den Käufer täuschen will, aufgrund der Worte des Propheten – Friede und Segen seien auf ihm –: „Haltet die Milch nicht zurück“ (3), und seiner Worte: „Wer uns betrügt, gehört nicht zu uns“ (4).
(1) In der Handschrift M: „Abu Ubaida“. Der Radschaz-Vers befindet sich in „Gharib al-Hadith“ von Abu Ubaid 2/241, sowie im „Lisan“ (unter S-R-Y). Er stammt von al-Aghlab al-Idschli, der in der vor- und frühislamischen Zeit lebte; er wurde bei Nahawand getötet und war der Erste, der den Radschaz mit der Qasida verglich und ihn verlängerte. „Al-Schi'r wa al-Schu'ara“ von Ibn Qutaiba 2/413. (2) In der Handschrift M: „Ra’aytu ghulaman“ (Ich sah einen Jüngling). Überliefert wird auch: „Rabbu ghulamin“ (O Herr eines Jünglings). Siehe dazu „Al-Lisan“. (3) Überliefert von al-Bukhari im Kapitel über das Verbot für den Verkäufer, Kamele, Kühe oder Schafe (vor dem Verkauf) anzusammeln (Milch zurückzuhalten), sowie im Kapitel: „Wer möchte, kann die Musarrat zurückgeben und dazu einen Sa' Datteln [als Ersatz für die gemolkene Milch] geben“, aus dem Buch der Geschäfte (Kitat al-Buyu'). Sahih al-Bukhari 3/92, 93. Ebenso Muslim im Kapitel: „Verbot, dass einer dem anderen in dessen Verkauf zuvorkommt“ sowie im Kapitel: „Das Urteil über den Verkauf der Musarrat“ aus dem Buch der Geschäfte. Sahih Muslim 3/1155, 1158, 1159. Abu Dawud im Kapitel: „Wer eine Musarrat kaufte und sie missbilligte“, aus dem Buch der Geschäfte. Sunan Abi Dawud 2/242. An-Nasa'i im Kapitel: „Verbot der Tasriya“, aus dem Buch der Geschäfte. Al-Mudschtaba 7/223. Imam Malik im Kapitel: „Was an Feilschen und Handeln verboten ist“, aus dem Buch der Geschäfte. Al-Muwatta 2/683, 684. Imam Ahmad im Musnad 2/242, 417, 460, 465.
باب المُصَرَّاةِ، وغيرِ ذلك
التَّصْرِيَةُ: جَمْعُ اللَّبَنِ في الضَّرْعِ. يقال: صَرَّى الشَّاةَ، وصَرَى اللَّبَنَ في ضَرْعِ الشَّاةِ، بالتَّشْدِيدِ والتَّخْفِيفِ. ويقال: صَرَى الماءَ في الحَوْضِ، وصَرَى الطَّعَامَ في فِيهِ، وصَرَى الماءَ في ظَهْرِه. إذا تَرَكَ الجِماعَ. وأنْشَدَه أبو عُبَيْدٍ (١):
رَأتْ غُلَامًا قَدْ صَرَى في فِقْرَتِه (٢) ... مَاءَ الشَّبَابِ عُنْفُوَانَ شِرَّتِه
وماءٌ صَرًى، وصَرٍ، إذا طالَ اسْتِنْقاعُه. قال البُخارِىُّ: أصْلُ التَّصْرِيَةِ حَبْسُ الماءِ، يقال: صَرَّيْتُ الماءَ. ويقال لِلمُصَرَّاةِ: المُحَفَّلَة. وهو من الجَمْعِ أيضا، ومنه سُمِّيَتْ مَجامِعُ النَّاسِ مَحافِلَ. والتَّصْرِيَةُ حَرامٌ إذا أرادَ بذلك التَّدْلِيسَ على المُشْتَرِي؛ لقولِ النَّبِيِّ -صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ-: "لا تُصَرُّوا" (٣). وقَوْلِهِ: " من غَشَّنَا فَلَيْسَ
(١) في م: "أبو عبيدة". والرجز في غريب الحديث، لأبى عبيد ٢/ ٢٤١. واللسان (ص ر ى). وهو للأغلب العجلى، وكان جاهليا إسلاميا، قتل بنهاوند، وهو أول من شبه الرجز بالقصيد وأطاله. الشعر والشعراء، لابن قتيبة ٢/ ٤١٣.(٢) في م: "رأيت غلاما". ويروى: "رب غلام". انظر اللسان.(٣) أخرجه البخاري، في: باب النهي للبائع أن لا يحفل الإبل والبقر والغنم. . .، وباب إن شاء رد المصراة وفي حلبتها صاع من تمر، من كتاب البيوع. صحيح البخاري ٣/ ٩٢، ٩٣. ومسلم، في: باب تحريم بيع الرجل على بيع أخيه. . .، و: باب حكم بيع المصراة، من كتاب البيوع. صحيح مسلم ٣/ ١١٥٥، ١١٥٨، ١١٥٩، وأبو داود، في: باب من اشترى مصراة فكرهها، من كتاب البيوع. سنن أبي داود ٢/ ٢٤٢. والنسائي، في: باب النهي عن المصراة. . .، من كتاب البيوع. المجتبي ٧/ ٢٢٣. والإمام مالك، في: باب ما ينهي عنه من المساومة والمبايعة، من كتاب البيوع. الموطأ ٢/ ٦٨٣، ٦٨٤. والإمام أحمد، في: المسند ٢/ ٢٤٢، ٤١٧، ٤٦٠، ٤٦٥.