was durch seinen Vertrag festgesetzt wurde. Und weil das Recht aus dem Verbrechen auf die Substanz (der Sache) bezogen ist und mit deren Wegfall erlischt, während das Recht des Pfandgläubigers nicht mit dem Wegfall der Substanz erlischt und nicht auf diese beschränkt ist, war seine Bindung an sie schwächer und geringer. Wenn nun das Verbrechen die Vergeltung (Qisas) zur Folge hat, so steht es dem Berechtigten aus dem Verbrechen zu, diese zu vollstrecken. Vollstreckt er sie, so erlischt das Pfand, so als wäre es zugrunde gegangen. Vergibt er jedoch gegen eine finanzielle Entschädigung, so ist diese an die Person des Sklaven gebunden und verhält sich wie ein Verbrechen, das eine Geldzahlung zur Folge hat. Dem Herrn wird dann gesagt: Du hast die Wahl, ihn loszukaufen oder ihn zur Veräußerung auszuliefern. Wenn er sich entscheidet, ihn loszukaufen, zu welchem Betrag kauft er ihn los? Hierüber gibt es zwei Überlieferungen: Die erste besagt: zum geringeren von beidem, entweder seinem Wert oder dem Schadensersatz für sein Verbrechen. Denn ist der Schadensersatz geringer, so hat der Geschädigte kein Anrecht auf mehr als den Schadensersatz für sein Verbrechen. Ist der Wert geringer, so ist er nicht zu mehr als diesem verpflichtet, da das, was er zahlt, ein Ersatz für den Sklaven ist und er daher nicht zu mehr als dessen Wert verpflichtet ist, so als hätte er ihn vernichtet. Die zweite besagt: Er kauft ihn los mit dem Schadensersatz für sein Verbrechen, wie hoch dieser auch sein mag, denn vielleicht begehrt ihn jemand und kauft ihn für mehr als seinen Wert. Wenn er ihn loskauft, so bleibt er wie zuvor verpfändet, denn das Recht des Pfandgläubigers besteht aufgrund des Vorhandenseins seines Grundes fort, und das Recht des Geschädigten wurde nur wegen seiner Stärke vorgezogen; fällt dieses weg, so wird das Urteil über das Pfand wieder wirksam, wie beim Recht dessen, der kein Pfand hat, im Vergleich zum Recht des Pfandgläubigers am Nachlass eines Zahlungsunfähigen. Wenn der Pfandgläubiger sein Recht preisgibt, wird das Urteil des anderen wirksam. Weigert sich der Pfandgläubiger, so wird ihm gesagt: Du hast die Wahl, ihn loszukaufen oder ihn auszuliefern. Wenn er sich entscheidet, ihn loszukaufen, zu welchem Betrag kauft er ihn los? Hierüber gibt es die zwei Überlieferungen. Wenn er ihn mit Erlaubnis des Verpfänders loskauft, so greift er auf diesen zurück, da er das Recht in dessen Namen mit seiner Erlaubnis beglichen hat, und er greift darauf zurück, wie wenn er dessen Schuld mit seiner Erlaubnis begleicht. Wenn er ihn als Wohltäter loskauft, so greift er auf nichts zurück. Und wenn er die Absicht hat, Rückgriff zu nehmen, kann er dann diesbezüglich Rückgriff nehmen? Hierzu gibt es zwei Auffassungen, aufbauend auf dem Fall, dass er dessen Schuld ohne seine Erlaubnis begleicht. Wenn er beim Loskauf den verpflichteten Betrag überschreitet, so kann er dafür in keinem Fall Rückgriff nehmen. Die Lehrmeinung von asch-Schafi'i ist, wie wir sie in diesem Abschnitt erwähnten, außer dass er für das, womit er ihn ohne Erlaubnis freigekauft hat, in keinem Fall Rückgriff nehmen kann. Wenn der Verpfänder ihm den Rückgriff zur Bedingung macht, so greift er ohne Zweifel darauf zurück. Wenn er es mit seiner Erlaubnis begleicht, ohne einen Rückgriff zu vereinbaren, so gibt es zwei Auffassungen dazu; dies ist ein Grundsatz, der an anderer Stelle erwähnt wird. Wenn er ihn freikauft und zur Bedingung macht, dass er als Pfand für den Freikaufbetrag zusammen mit der ersten Schuld dient, so sagte al-Qadi: Dies ist zulässig, denn
(1) In A: "al-muflis".