Pfänder, die er viele Jahre bei sich behält und über deren Besitzer er die Hoffnung aufgibt: Er verkauft sie und gibt den Überschuss als Almosen. Der Wortlaut deutet darauf hin, dass er seinen Anspruch befriedigt. Abu Talib überlieferte: Er befriedigt seinen Anspruch nicht aus dem Erlös. Falls jedoch der Besitzer kommt und sie verlangt, gibt er sie ihm und fordert von ihm sein Recht ein. Wenn er jedoch seinen Fall vor den Richter bringt, dieser sie verkauft und ihn aus dem Erlös befriedigt, so ist das zulässig.
Buch des Zahlungsunfähigen (Kitab al-Muflis)
Der zahlungsunfähige Muflis ist derjenige, der kein Vermögen besitzt und nichts hat, womit er seine Bedürfnisse decken kann. Daher sagte der Prophet – Allahs Segen und Friede seien auf ihm – zu seinen Gefährten: „Wisst ihr, wer der Muflis ist?“ Sie sagten: „O Gesandter Allahs, der Muflis unter uns ist derjenige, der weder Dirham noch Besitztümer hat.“ Er sagte: „Das ist nicht der Muflis, sondern der Muflis ist derjenige, der am Tag der Auferstehung mit Gebeten, Fasten und Almosen kommt, aber dabei diesen beleidigt, jenen geschlagen und das Vermögen eines anderen widerrechtlich angeeignet hat. Dann nimmt dieser von seinen guten Taten und jener von seinen guten Taten. Wenn seine guten Taten aufgebraucht sind, bevor sein Urteil vollstreckt wurde, werden ihm Sünden von ihnen aufgebürdet und auf ihn geworfen, woraufhin er ins Höllenfeuer geworfen wird.“ Dies wurde von Muslim in ähnlicher Weise überliefert. Ihre Aussage war eine Mitteilung über die alltägliche Bedeutung des Begriffs Muflis, und die Aussage des Propheten – Allahs Segen und Friede seien auf ihm – „Das ist nicht der Muflis“ ist ein rhetorischer Modus (Tajawwuz), mit dem er nicht die eigentliche Bedeutung leugnen wollte, sondern er wollte zum Ausdruck bringen, dass die Zahlungsunfähigkeit im Jenseits schwerer und gewaltiger ist, sodass der Zahlungsunfähige dieser Welt im Vergleich dazu wie ein Reicher erscheint. Ähnlich ist seine Aussage – Allahs Segen und Friede seien auf ihm –: „Der Starke ist nicht derjenige, der andere zu Boden ringt, sondern der Starke ist derjenige, der sich bei Wut bezwingt.“ Ebenso seine Aussage: „Der Vorauseilende ist nicht derjenige, dessen Reittier als erstes ankommt, sondern der Vorauseilende ist derjenige, dem vergeben wurde.“ Und seine Aussage: „Reichtum liegt nicht in der Fülle des materiellen Besitzes...“
(4) In A und M: "wa-lakin" (aber). (5) Aus A entfallen. (6) In A und M: "sahibiha" (ihre Besitzerin/ihr Besitzer).