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Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 7 · Seite 360Buch der widerrechtlichen Aneignung (Ghasb)

Übersetzung · DE

Das Buch über die widerrechtliche Aneignung (al-Ghasb).

Al-Ghasb (widerrechtliche Aneignung) ist die Inbesitznahme des Eigentums eines anderen ohne rechtliche Grundlage. Dies ist durch den Koran, die Sunna und den Konsens (Idschma) verboten. Was den Koran betrifft, so ist dies das Wort Gottes, des Erhabenen: „O ihr, die ihr glaubt, zehrt nicht euren Besitz untereinander durch das Nichtige auf, es sei denn, es handelt sich um ein Geschäft, das auf gegenseitigem Einverständnis beruht“ (Sure 4:29). Und Seine Worte: „Und zehrt nicht euren Besitz untereinander durch das Nichtige auf und bestecht damit die Machthaber, damit ihr einen Teil des Besitzes der Menschen sündhaft verzehrt, während ihr es wisst“ (Sure 2:188). Sowie Seine Worte: „Dem Dieb und der Diebin schneidet ihre Hände ab als Vergeltung für das, was sie begangen haben“ (Sure 5:38). Der Diebstahl ist eine Art der widerrechtlichen Aneignung (Ghasb). Was die Sunna betrifft, so überlieferte Dschabir, dass der Gesandte Gottes – Gott segne ihn und schenke ihm Frieden – in seiner Predigt am Tag des Opferfestes sagte: „Euer Blut und euer Eigentum sind unantastbar, so wie die Unantastbarkeit dieses Tages, in diesem Monat, in dieser Stadt.“ Überliefert von Muslim und anderen. Von Sa'id ibn Zayd wird überliefert, dass er sagte: Ich hörte den Gesandten Gottes – Gott segne ihn und schenke ihm Frieden – sagen: „Wer sich auch nur eine Handbreit Land durch Ungerechtigkeit aneignet, dem wird es als Halsband von den sieben Erden umgelegt.“ (Gemeinsam überliefert). Und Abu Hurra al-Raqaschi überlieferte von seinem Onkel und 'Amr ibn Yathribi vom Propheten – Gott segne ihn und schenke ihm Frieden –, dass er sagte: „Das Eigentum eines muslimischen Mannes ist nicht rechtmäßig, außer durch dessen freiwillige Zustimmung.“ Überliefert von Abu Ishaq al-Dschuzdschani. Die Muslime sind sich einig über das Verbot der widerrechtlichen Aneignung im Allgemeinen, und sie sind lediglich...

Anmerkungen

(1) Sure an-Nisa' 29. (2) Sure al-Baqara 188. (3) Sure al-Ma'ida 38. (4) Die Überlieferungskette wurde bereits bei 5/156 dargelegt. (5) Al-Buchari überlieferte dies im „Kapitel über die Sünde dessen, der sich etwas von Land durch Ungerechtigkeit aneignet“ aus dem Buch der Mazaalim (Unrechtmäßigkeiten), sowie im „Kapitel über das, was über die sieben Erden berichtet wurde“ aus dem Buch über den Beginn der Schöpfung (Sahih al-Buchari 3/170, 4/130). Ebenso Muslim im „Kapitel über das Verbot der Ungerechtigkeit und der Aneignung von Land und anderem“ aus dem Buch al-Musaqat (3/1230, 1232). Es wurde zudem von ad-Darimi im „Kapitel über denjenigen, der sich eine Handbreit Land aneignet“ aus dem Buch al-Buyu' (Handel) überliefert (Sunan ad-Darimi 2/267), sowie von Imam Ahmad im Musnad (1/187-190). (6) Die Überlieferungskette wurde bereits bei 6/606 dargelegt.

Arabisch (Quelle)

كِتابُ الغَصْبِ

الغَصْبُ: هو الاسْتِيلَاءُ على مالِ غيرِه بِغَيْرِ حَقٍّ. وهو مُحَرَّمٌ بالكِتَابِ والسُّنَّةِ والإِجْمَاعِ. أمَّا الكِتَابُ فقولُ اللَّه تعالى: {يَاأَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا لَا تَأْكُلُوا أَمْوَالَكُمْ بَيْنَكُمْ بِالْبَاطِلِ إِلَّا أَنْ تَكُونَ تِجَارَةً عَنْ تَرَاضٍ مِنْكُمْ} (١). وقولُه تعالى: {وَلَا تَأْكُلُوا أَمْوَالَكُمْ بَيْنَكُمْ بِالْبَاطِلِ وَتُدْلُوا بِهَا إِلَى الْحُكَّامِ لِتَأْكُلُوا فَرِيقًا مِنْ أَمْوَالِ النَّاسِ بِالْإِثْمِ وَأَنْتُمْ تَعْلَمُونَ} (٢). وقوله تعالى: {وَالسَّارِقُ وَالسَّارِقَةُ فَاقْطَعُوا أَيْدِيَهُمَا جَزَاءً بِمَا كَسَبَا} (٣). والسَّرِقَةُ نَوْعٌ مِن الغَصْبِ. وأمَّا السُّنَّةُ، فرَوَى جابِرٌ، أنَّ رسولَ اللهِ -صلى اللَّه عليه وسلم- قال في خُطْبَتِه يوم النَّحْرِ: "إنَّ دِمَاءَكُمْ وأَمْوَالَكُمْ حَرَامٌ، كَحُرْمَةِ يَوْمِكُم هذَا فِي شَهْرِكُمْ هذَا، فِي بَلَدِكُمْ هذَا". رَوَاهُ مُسْلِمٌ، وغيرُه (٤). وعن سَعِيدِ بن زَيْدٍ قال: سَمِعْتُ رسولَ اللهِ -صلى اللَّه عليه وسلم- يقول: "مَنْ أخَذَ شِبْرًا مِنَ الأَرْضِ ظُلْمًا، طُوِّقَهُ مِنْ سَبْع أَرَضِينَ". مُتَّفَقٌ عليه (٥). ورَوَى أبو حُرَّة الرَّقاشيُّ، عن عَمِّه وعَمْرِو بن يَثْربِيٍّ، عن النبيِّ -صلى اللَّه عليه وسلم-، أنَّه قال: "لَا يَحِلُّ مَالُ امْرِىءٍ مُسْلِمٍ، إلَّا بِطِيبِ نَفْسٍ مِنْهُ". رَوَاهُ أبو إِسحاقَ الجُوزَجَانِيُّ (٦). وأجْمَعَ المُسْلِمُونَ على تَحْرِيمِ الغَصْبِ في الجُمْلَةِ، وإنَّما

Anmerkungen

(١) سورة النساء ٢٩.(٢) سورة البقرة ١٨٨.(٣) سورة المائدة ٣٨.(٤) تقدم تخريجه في: ٥/ ١٥٦.(٥) أخرجه البخاري، في: باب إثم من ظلم شيئًا من الأرض، من كتاب المظالم. وفي: باب ما جاء في سبع أرضين، من كتاب بدء الخلق. صحيح البخاري ٣/ ١٧٠، ٤/ ١٣٠. ومسلم، في: باب تحريم الظلم وغصب الأرض وغيرها، من كتاب المساقاة ٣/ ١٢٣٠، ١٢٣٢.كما أخرجه الدارمي، في: باب من أخذ شبرًا من الأرض، من كتاب البيوع. سنن الدارمي ٢/ ٢٦٧. والإِمام أحمد، في: المسند ١/ ١٨٧ - ١٩٠.(٦) تقدم تخريجه في: ٦/ ٦٠٦.

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