Wir vergleichen damit den strittigen Fall. Da zudem das Eigentumsrecht an anderen Vermögenswerten nicht durch das Verlassen erlischt, wie der Beweis durch alle übrigen Eigentumsverhältnisse zeigt, wenn diese bis zum Verfall verlassen werden. Was sie anführen, wird durch den Fall entkräftet, dass jemand unbewohntes Land belebt, es dann verkauft, und der Käufer es verlässt, bis es wieder unbewohnt wird, oder durch den Fall eines Fundstücks (Luqaṭa), das man rechtmäßig erwarb und dann verlor; es unterscheidet sich auch von Flusswasser, da dieses verbraucht wurde. Die zweite Art ist Land, in dem Spuren alten heidnischen Eigentums gefunden werden, wie etwa die Ruinen der Römer, die Wohnstätten der Thamūd und ähnliches; dies wird durch Wiederbelebung in den Besitz überführt, da jenem Eigentum keine Schutzwürdigkeit (Ḥurma) zukommt. Von Ṭāwūs wird über den Propheten – Gottes Segen und Frieden seien auf ihm – überliefert, dass er sagte: „Das Land der ‚ʿĀd‘ (ʿādī-Land) gehört Gott und Seinem Gesandten, danach gehört es euch.“ Saʿīd [ibn Manṣūr] (7) überlieferte es in seinen „Sunan“, ebenso Abū ʿUbaid in „al-Amwāl“ (8). Er sagte: Das ʿādī-Land ist jenes, in dem in vergangenen Zeiten Siedler lebten, die dann ausstarben, sodass kein Mensch von ihnen übrig blieb. Er ordnete es nur den ʿĀd zu, weil diese trotz ihrer frühen Zeit ein Volk von Stärke, Gewalt und vielen Hinterlassenschaften waren, weshalb jedes alte Bauwerk ihnen zugeschrieben wurde. Es ist möglich, dass alles, was Spuren von Eigentum aufweist, dessen Untergang vor dem Islam nicht bekannt ist, nicht in den Besitz übergehen kann; denn es ist möglich, dass die Muslime es in bewohntem Zustand eroberten und Anspruch darauf erhoben, weshalb es als Waqf (Stiftung) durch ʿUmar festgelegt wurde und somit nicht erworben werden kann, genauso wie in dem Fall, wenn der Eigentümer bekannt ist. Die dritte Art ist Land, über das im Islam ein Eigentumsrecht eines Muslims oder eines nicht näher bezeichneten Dimmī (geschützter Nicht-Muslim) bestand. Nach dem äußeren Wortlaut des al-Ḫiraqī kann solches Land nicht durch Wiederbelebung erworben werden. Dies ist eine der beiden Überlieferungen von Aḥmad, die von Abū Dāwūd, Abū al-Ḥārith und Yūsuf ibn Mūsā von ihm berichtet wurden; dies aufgrund dessen, was Kathīr ibn ʿAbd Allāh ibn ʿAuf von seinem Vater und dieser von seinem Großvater überlieferte: Ich hörte den Gesandten Gottes – Gottes Segen und Frieden seien auf ihm – sagen: „Wer unbewohntes Land belebt, das nicht das Recht eines Muslims darstellt, dem gehört es.“ (9) Er schränkte es also darauf ein, dass es kein Recht eines Muslims sei. Weil dieses Land einen Eigentümer hat, war es nicht erlaubt, es zu beleben, genauso wie wenn dieser bestimmt wäre; denn wenn der Eigentümer Erben hätte, stünde es ihnen zu, und wenn er keine Erben hätte, würden es die Muslime erben. Die zweite Überlieferung besagt, dass es durch Wiederbelebung erworben werden kann.
(7) Fällt im Original weg. (8) Ausgeführt von Abū ʿUbaid in: Bāb al-Iqṭāʿ (Kapitel über die Landvergabe), aus dem Buch Aḥkām al-Araḍīn fī iqṭāʿihā... [Regelungen des Landes bezüglich seiner Vergabe...], al-Amwāl, S. 272. Ebenso ausgeführt von al-Baihaqī in: Bāb lā yutraku dimmī yuḥyīhi... [Kapitel: Einem Dimmī darf nicht erlaubt werden, es zu beleben...], aus dem Buch Iḥyāʾ al-Mawāt, as-Sunan al-Kubrā, 6/143. (9) Ausgeführt von al-Buḫārī in: Bāb man aḥyā arḍan mawātan [Kapitel: Wer unbewohntes Land belebt], aus dem Buch al-Ḥarth, Ṣaḥīḥ al-Buḫārī, 3/139, 140. Und von al-Baihaqī in: Bāb man aḥyā arḍan maytatan laysat li-aḥad... [Kapitel: Wer totes Land belebt, das niemandem gehört...], aus dem Buch Iḥyāʾ al-Mawāt, as-Sunan al-Kubrā, 6/142.
فنَقِيسُ عليه مَحلَّ النِّزَاعِ. ولأنَّ سائِرَ الأمْوالِ لا يَزُولُ المِلْكُ عنها بالتَّرْكِ، بدَلِيلِ سائِرِ الأمْلَاكِ إذا تُرِكَتْ حتى تَشَعَّثَتْ. وما ذَكَرُوه يَبْطلُ بالمَوَاتِ إذا أحْياهُ إنسانٌ ثم باعَهُ، فتَرَكَهُ المُشْتَرِى حتى عادَ مَوَاتًا، وباللُّقَطَةِ إذا مَلَكَها ثم ضاعَت منه، ويُخَالِفُ ماءَ النَّهْرِ، فإنَّه استُهْلِكَ. النَّوْع الثاني، ما يُوجَدُ فيه آثارُ مِلْكٍ قَدِيمٍ جاهِلِىّ، كآثارِ الرُّومِ، ومَسَاكِن ثَمُودَ، ونحوها، فهذا يُملَكُ بالإِحْياءِ؛ لأنَّ ذلك المِلْكَ لا حُرْمَةَ له. وقد رُوِى عن طاوُسٍ، عن النَّبِيِّ -صلى اللَّه عليه وسلم-، أنَّه قال: "عَادِىُّ الْأرْضِ لِلهِ ولِرَسُولِه، ثُمَّ هُوَ بَعْدُ لَكُمْ". رَوَاهُ سَعِيدُ [بن مَنصورٍ] (٧)، في "سُنَنِه"، وأبُو عُبَيْدٍ، في "الأمْوالِ" (٨). وقال: عادِىُّ الأرْضِ: التي كان بها ساكِنٌ في آبادِ الدَّهْرِ، فانْقَرَضُوا، فلم يَبْقَ منهم أنِيسٌ، وإنَّما نَسَبَها إلى عادٍ، لأنَّهم كانوا مع تَقَدُّمِهِم ذَوِى قُوَّةٍ وبَطْشٍ وآثارٍ كَثِيرَة، فنُسِبَ كلُّ أثَرٍ قَدِيمٍ إليهم. ويَحْتَمِلُ أنَّ كلَّ ما فيه أثرُ المِلْكِ، ولم يُعْلَمْ زَوَالُه قبلَ الإِسْلَامِ، أنَّه لا يُمْلَكُ؛ لأنَّه يَحْتَمِلُ أنَّ المُسْلِمِينَ أخَذُوه عامِرًا، فاسْتَحَقُّوه، فصارَ مَوْقُوفًا بِوَقْفِ عمرَ له، فلم يُمْلَكْ، كما لو عُلِمَ مالِكُه. النَّوع الثالث، ما جَرَى عليه المِلْكُ في الإِسلامِ لِمُسْلِمٍ، أو ذِمِّىٍّ غيرِ مُعَيَّنٍ، فظاهِرُ كلامِ الخِرَقِىِّ أنَّها لا تُمْلَكُ بالإِحْياءِ. وهو إحْدَى الرِّوَايَتَيْنِ عن أحمدَ، نَقَلَها عنه أبو دَاوُدَ، وأبو الحارِثِ، ويوسفُ بن موسى؛ لما رَوَى كَثِيرُ بن عبدِ اللَّه بن عَوْفٍ، عن أبِيهِ، عن جَدِّه، قال: سَمِعْتُ رسولَ اللَّه -صلى اللَّه عليه وسلم-، يقول: "مَنْ أحيَا أرْضًا مَوَاتًا، في غَيْرِ حَقِّ مُسْلِمٍ، فَهِىَ لَهُ" (٩). فقَيَّدَه بكَوْنِه في غيرِ حَقِّ مُسْلِمٍ. ولأنَّ هذه الأرْضَ لها مالِكٌ، فلم يَجُزْ إحْياؤُها، كما لو كان مُعَيَّنًا، فإنَّ مالِكَها إن كان له وَرَثَةٌ فهى لهم، وإن لم يكُنْ له وَرَثَةٌ، وَرِثَها المسلِمُونَ. والرِّواية الثانية، أنَّها تُمْلَكُ
(٧) سقط من: الأصل.(٨) أخرجه أبو عبيد، في: باب الإِقطاع، من كتاب أحكام الأرضين في إقطاعها. . ., الأموال ٢٧٢.كما أخرجه البيهقي، في: باب لا يترك ذمى يحييه. . ., من كتاب إحياء الموات. السنن الكبرى ٦/ ١٤٣.(٩) أخرجه البخاري، في: باب من أحيا أرضا مواتا، من كتاب الحرث. صحيح البخاري ٣/ ١٣٩، ١٤٠. والبيهقي، في: باب من أحيا أرضا ميتة ليست لأحد. . ., من كتاب إحياء الموت. السنن الكبرى ٦/ ١٤٢.