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Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 8 · Seite 375Abschnitt

Übersetzung · DE

Abschnitt: Die Qafa (Physiognomen) sind eine Gruppe von Menschen, die Abstammungen aufgrund von Ähnlichkeit erkennen. Dies ist nicht auf einen bestimmten Stamm beschränkt, sondern wer als jemand bekannt ist, der diese Kenntnis besitzt und bei dem sich die Richtigkeit seiner Einschätzungen wiederholt hat, der ist ein Qa'if. Es wurde gesagt, dass dies am häufigsten beim Stamm der Banu Mudlij vorkommt, der Sippe von Mujazziz al-Mudliji, der Usama und seinen Vater Zayd sah, als sie ihre Köpfe verhüllt hatten und ihre Füße entblößt waren, worauf er sagte: "Diese Füße gehören zueinander." Auch Iyas ibn Mu'awiya al-Muzani war ein Qa'if, und ebenso wurde dies von Shurayh gesagt. Die Aussage eines Qa'if wird nur akzeptiert, wenn er männlich, zuverlässig (adl), in seiner Treffsicherheit geprüft und frei ist; denn seine Aussage ist ein Urteil, und für Urteile gelten diese Bedingungen. Al-Qadi sagte: Die Kenntnis des Qa'if wird durch eine Probe geprüft. Diese besteht darin, dass das Kind mit zehn Männern gelassen wird, die nicht derjenige sind, der Anspruch auf es erhebt, und man sie ihm zeigt. Wenn er es einem von ihnen zuschreibt, ist seine Aussage hinfällig, da wir seinen Fehler (37) erkannt haben. Wenn er es keinem von ihnen zuschreibt, zeigen wir es ihm zusammen mit zwanzig Männern, unter denen sich derjenige befindet, der Anspruch auf es erhebt; wenn er es ihm dann zuschreibt, ist die Abstammung bewiesen. Wenn man es dadurch prüft, dass man ihn ein Kind [bekannter Abstammung] (38) bei einer Gruppe sehen lässt, zu der sein Vater oder Bruder gehört, und er es dann seinem Verwandten zuschreibt, ist seine Treffsicherheit erwiesen; wenn er es jedoch jemand anderem zuschreibt, ist seine Aussage hinfällig. Dies ist zulässig. Diese Erprobung bei der Vorführung vor dem Qa'if dient der Vorsicht, um seine Treffsicherheit zu prüfen. Wenn wir ihn nicht aktuell prüfen, reicht es aus, wenn er für seine Treffsicherheit und korrekte Kenntnis bei vielen Gelegenheiten bekannt ist. Wir haben überliefert, dass ein angesehener Mann an einem Kind von seiner Sklavin zweifelte und sich weigerte, es als sein eigenes anzuerkennen. Iyas ibn Mu'awiya kam an ihm in der Schule vorbei, ohne ihn zu kennen, und sagte: "Rufe mir deinen Vater." Der Lehrer fragte ihn: "Wer ist der Vater dieses Kindes?" Er antwortete: "Der und der." Er fragte: "Woher weißt du, dass er sein Vater ist?" Er sagte: "Es gleicht ihm mehr als eine Krähe einer Krähe gleicht." Der Lehrer stand erfreut auf, ging zum Vater des Kindes und informierte ihn über die Aussage von Iyas. Der Mann kam heraus und fragte Iyas: "Woher weißt du, dass dies mein Sohn ist?" Er antwortete: "Gepriesen sei Allah! Bleibt dein Sohn (39) vor irgendjemandem verborgen? Er gleicht dir wahrlich mehr als eine Krähe einer Krähe gleicht (40)." Der Mann freute sich und erkannte seinen Sohn an.

Anmerkungen

(37) Im Original: "natabayyanu" (wir erkennen). (38) Im Original: "ma'rufan" (bekannt). (39) Aus M ausgefallen. (40) In M: "ashbah" (ähnlicher).

Arabisch (Quelle)

فصل: والقافَةُ قَوْمٌ يَعْرِفُونَ الأَنسْابَ بالشَّبَهِ، ولا يَخْتَصُّ ذلك بِقَبِيلَةٍ مُعَيَّنة، بل مَنْ عُرِفَ منه المَعْرِفَةُ بذلك، وتَكَرَّرَتْ منه الإِصَابةُ، فهو قائِفٌ. وقيل: أكْثَر ما يكونُ في بَنِى مُدْلِجٍ رَهْطِ مُجَزِّزٍ الْمُدْلِجىّ الذي رأى أُسَامةَ وأباه زَيْدًا قد غَطَّيَا رُؤُوسَهُما، وبَدَتْ أقْدَامُهُما، فقال: "إنَّ هذِهِ الْأقْدَامَ بَعْضُهَا مِنْ بَعْضٍ". وكان إياسُ بن مُعَاوِيةَ المُزَنِىُّ قائِفًا، وكذلك قيل في شُرَيْحٍ. ولا يُقْبَلُ قولُ القائِفِ إلَّا أن يكونَ ذَكَرًا، عَدْلًا، مُجَرّبًا في الإِصَابةِ، حُرًّا؛ لأنَّ قولَه حُكْمٌ، والحكم تُعْتبَرُ له هذه الشُّرُوطُ. قال القاضي: وتُعْتَبَرُ مَعْرِفةُ القائِفِ بالتَّجْرِبَةِ، وهو أن يُتْرَكَ الصَّبِىُّ مع عَشرَةٍ من الرِّجالِ غيرِ مَن يَدَّعِيه، ويُرَى إيَّاهُم، فإن ألْحَقَه بواحدٍ منهم سَقَطَ قولُه؛ لأنَّا تَبَيَّنّا (٣٧) خَطَأَه، وإن لم يُلْحِقْه بواحدٍ منهم، أرَيْناه إيَّاه مع عِشْرِينَ فيهم مُدَّعِيهِ، فإن ألْحَقَه به لَحِقَ، ولو اعْتُبِرَ بأن يَرَى صَبِيًّا [مَعْرُوفَ النَّسَبِ] (٣٨) مع قَوْمٍ فيهم أبُوه أو أخُوه، فإذا ألْحَقَه بِقَرِيبِه، عُلِمَتْ إصَابَتُه، وإن ألْحَقَه بغيرِه، سَقَطَ قولُه، جازَ. وهذه التَّجْرِبةُ عند عَرْضِه على القائِفِ للاحْتِياطِ في مَعرِفَةِ إصَابَتِه، وإن لم نُجَرِّبْهُ في الحالِ، بَعد أن يكونَ مَشْهُورًا بالإِصَابةِ وصِحَّةِ المَعْرِفةِ في مَرَّاتٍ كَبِيرَة، جازَ. وقد رَوَيْنا أنَّ رَجُلًا شَرِيفًا شَكَّ في وَلَدٍ له من جارِيَتِه، وأَبَى أن يَسْتَلْحِقَه، فمَرَّ به إياسُ بن مُعَاوِيةَ في المَكْتَبِ، وهو لا يَعْرِفُه، فقال: ادْعُ لي أباكَ. فقال له المُعَلِّمُ: ومن أبُو هذا؟ قال: فُلَانٌ. قال: من أين عَلِمْتَ أنَّه أبُوه؟ قال: هو أشْبَهُ به من الغُرَابِ بالغُرَابِ. فقَامَ المُعَلِّمُ مَسْرُورًا إلى أبِيه، فأعْلَمَه بقولِ إياسٍ، فخَرَجَ الرَّجُلُ وسَأَلَ إيَاسًا، فقال: من أين عَلِمْتَ أنَّ هذا وَلَدِى؟ فقال: سُبْحانَ اللَّه، وهل يَخْفَى ولدُك (٣٩) على أحَدٍ، إنَّه لَأشْبَهُ (٤٠) بك من الغُرَابِ بالغُرَابِ. فَسُرَّ الرَّجُلُ، واسْتَلْحَقَ وَلَدَه.

Anmerkungen

(٣٧) في الأصل: "نتبين".(٣٨) في الأصل: "معروفا".(٣٩) سقط من: م.(٤٠) في م: "أشبه".

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