Abschnitt: Wenn er den Anteil eines Erben vermacht, so gibt es dazu zwei Meinungen. Die erste besagt: Das Vermächtnis ist gültig und gilt als Vermächtnis in der Höhe des Anteils dieses Erben. Dies ist die Ansicht von Malik, den Leuten von Medina, al-Lu'lu'i, den Leuten von Basra, Ibn Abi Layla, Zufar und Dawud. Die zweite Meinung besagt: Das Vermächtnis ist nicht gültig. Dies ist die Ansicht, die al-Qadi erwähnt hat, sowie die Ansicht der Anhänger von al-Shafi'i, Abu Hanifa und seinen beiden Schülern; denn er hat etwas vermacht, das ein Recht des Sohnes ist, daher ist es nicht gültig, so als ob er sagte: „Das Haus meines Sohnes“ oder „das, was mein Sohn nimmt“. Der Grund für die erste Ansicht ist, dass es möglich ist, sein Vermächtnis zu validieren, indem man seinen Wortlaut auf seine metaphorische Bedeutung (Majaz) zurückführt, wodurch es gültig wird, so als ob er eine Scheidung durch eine metaphorische Äußerung vollzöge oder einen Sklaven freiließe. Die Erläuterung für die Möglichkeit der Validierung liegt darin, dass es möglich ist, die Auslassung des Genitivs (Mudaf) anzunehmen und den Genitiv-Ergänzungsteil (Mudaf ilayhi) an dessen Stelle treten zu lassen, d. h.: „in der Höhe des Anteils meines Erben“. Zudem: Wenn er sein gesamtes Vermögen vermachte, wäre dies gültig, selbst wenn dies die Vermächtnisgabe des Anteils aller seiner Erben beinhalten würde.
Abschnitt: Wenn er sagt: „Ich vermache dir das Doppelte des Anteils meines Sohnes“, so stehen ihm zwei Anteile des Sohnes zu. Dies vertrat al-Shafi'i. Abu Ubaida al-Qasim ibn Sallam sagte: „Das Doppelte (al-di'f) bedeutet das Gleiche (al-mithl).“ Er stützte dies auf das Wort Gottes des Erhabenen: „[... so wird ihr] die Strafe doppelt (di'fayn) verdoppelt“ (Sure 33:30), d. h. zwei Gleiche, und Seine Worte: „[... so bringt sie] ihre Frucht zweifach (di'fayn)“ (Sure 2:265), d. h. zwei Gleiche. Wenn also „zwei Di'f“ zwei Gleiche sind, dann ist „eines“ ein Gleiches. Unsere Ansicht ist: „Das Doppelte“ (al-di'f) bedeutet zwei Gleiche, aufgrund des Beweises durch das Wort Gottes, des Erhabenen: „Dann hätten Wir dich das Doppelte (di'f) des Lebens und das Doppelte (di'f) des Todes schmecken lassen“ (Sure 17:75). Er sagte auch: „Für sie ist die Belohnung des Doppelten (al-di'f) für das, was sie taten“ (Sure 34:37), und: „Was ihr an Zakat gebt, im Verlangen nach dem Angesicht Gottes, diese sind es, die vervielfältigen (al-mud'ifun)“ (Sure 30:39). Es wird von Umar überliefert, dass er die Zakat für die Christen von Banu Taghlib verdoppelte, sodass er von den zweihundert zehn nahm. Er sagte zu Hudhayfa und Uthman ibn Hunayf: „Vielleicht habt ihr dem Land etwas auferlegt, das es nicht ertragen kann?“ Uthman antwortete: „Wenn ich es verdoppelt hätte, hätte es dies ertragen.“
(6) Sure al-Ahzab 30. (7) Sure al-Baqara 265. (8) Sure al-Isra' 75. (9) Sure Saba' 37. (10) Sure ar-Rum 39.
فصل: وإن أَوْصَى بِنَصِيبِ وارِثٍ، ففيها وَجْهانِ؛ أحدهما، تَصِحُّ الوَصِيَّةُ، ويكونُ ذلك كالوَصِيَّةِ بمثلِ نَصِيبِه. وهذا قولُ مالكٍ، وأهلِ المَدِينةِ، واللُّؤْلُؤِىّ، وأهْلِ البَصْرةِ، وابنِ أبِى لَيْلَى، وزُفَر، ودَاوُدَ. والوَجْهُ الثاني، لا تَصِحُّ الوَصِيّةُ. وهو الذي ذَكَره القاضي. وهو قولُ أصْحابِ الشافِعِىِّ، وأبى حَنِيفةَ، وصاحِبَيْه؛ لأنَّه أَوْصَى بما هو حَقٌّ للابْنِ، فلم يَصِحّ، كما لو قال: بِدَارِ ابْنِى، أو بما يَأْخُذُه ابْنِى. ووَجْهُ الأَوَّلِ، أنَّه أمْكَنَ تَصْحِيحُ وَصِيَّتِه بِحَمْلِ لَفْظِه على مَجَازِه، فصَحَّ، كما لو طَلَّقَ بِلَفْظِ الكِنَايةِ، أو أعْتَقَ. وبَيانُ إمْكانِ التَّصْحِيحِ، أنَّه أمْكَنَ تَقْدِيرُ حَذْفِ المُضافِ، وإقَامةُ المُضافِ إليه مُقامَه، أي بمثلِ نَصِيبِ وَارِثِى. ولأنَّه لو أَوْصَى بجَمِيعِ مالِه، صَحَّ، وإن تَضَمَّنَ ذلك الوَصِيّةَ بِنَصِيبِ وُرَّاثِه كُلِّهم.
فصل: وإن قال: أَوْصَيْتُ لك بِضِعْفِ نَصِيبِ ابْنِى. فله مِثْلَا نَصِيبِه. وبهذا قال الشافِعِىُّ. وقال أبو عُبَيْدةَ القاسِمُ بن سَلَّامٍ: الضِّعْفُ المِثْل. واسْتَدَلَّ بقولِ اللَّه تعالى: {يُضَاعَفْ لَهَا الْعَذَابُ ضِعْفَيْنِ} (٦). أي مِثْلَيْنِ، وقوله: {فَآتَتْ أُكُلَهَا ضِعْفَيْنِ} (٧). أي مِثْلَيْنِ، وإذا كان الضِّعْفانِ مِثْلَيْنِ، فالواحِدُ مِثْلٌ. ولَنا، أنَّ الضِّعْفَ مِثْلَانِ، بِدَلِيلِ قولِه تعالى: {إِذًا لَأَذَقْنَاكَ ضِعْفَ الْحَيَاةِ وَضِعْفَ الْمَمَاتِ} (٨). وقال: {فَأُولَئِكَ لَهُمْ جَزَاءُ الضِّعْفِ بِمَا عَمِلُوا} (٩). وقال: {وَمَا آتَيْتُمْ مِنْ زَكَاةٍ تُرِيدُونَ وَجْهَ اللَّهِ فَأُولَئِكَ هُمُ الْمُضْعِفُونَ} (١٠). ويُرْوَى عن عُمَرَ، أنَّه أضْعَفَ الزَّكاةَ على نَصَارَى بَنِى تَغْلِبَ، فكان يَأْخُذُ من المائتَيْنِ عَشَرَةً. وقال لِحُذَيْفَةَ وعثمانَ بن حُنَيْفٍ: لَعَلَّكُما حَمَّلْتُما الأَرْضَ ما لا تطِيقُ؟ فقال عثمانُ: لو
(٦) سورة الأحزاب ٣٠.(٧) سورة البقرة ٢٦٥.(٨) سورة الإسراء ٧٥.(٩) سورة سبأ ٣٧.(١٠) سورة الروم ٣٩.