Mit dieser Aussage ist nach allgemeinem Konsens der Gelehrten die vollstämmige Verwandtschaft und die väterliche Verwandtschaft (5) gemeint. Jābir berichtete: Ich fragte: "O Gesandter Allahs, wie soll ich mit meinem Vermögen verfahren, da ich Schwestern habe?" Er sagte: Daraufhin wurde der Vers über das Erbrecht offenbart: {Sie bitten dich um Auskunft. Sag: Allah gibt euch Auskunft über die Kalāla: Wenn ein Mann stirbt...} Überliefert von Abū Dāwūd (6). Es wurde berichtet, dass Jābir krank war und bei ihm sieben Schwestern waren. Der Prophet (möge Allah ihn segnen und ihm Frieden schenken) sagte: "Allah hat bezüglich deiner Schwestern bereits eine Offenbarung herabgesandt" (7). So legte Er für sie zwei Drittel fest. Dies gilt auch für alles, was über zwei Schwestern hinausgeht, denn wenn zwei Schwestern zwei Drittel zustehen, so gilt dies umso mehr für drei oder mehr Schwestern (8). Dass die väterlichen Schwestern leer ausgehen, sobald die vollstämmigen Nachkommen die zwei Drittel erfüllt haben, liegt daran, dass (9) Allah, der Erhabene, den Schwestern nur die zwei Drittel zugewiesen hat. Wenn also die vollstämmigen Nachkommen diese in Anspruch nehmen, bleibt von dem, was Allah den Schwestern zugewiesen hat, nichts mehr für die väterlichen Nachkommen übrig. Wenn es eine einzige vollstämmige Schwester gibt, erhält sie gemäß dem Wortlaut des Buches die Hälfte, und vom zweidritteligen Pflichtteil für die Schwestern bleibt ein Sechstel übrig, mit dem die zwei Drittel vervollständigt werden, was dann den väterlichen Schwestern zukommt. Deshalb sagen die Rechtsgelehrten: Ihnen steht das Sechstel als Vervollständigung der zwei Drittel zu. Wenn die väterlichen Nachkommen aus Männern und Frauen bestehen, wird der Rest unter ihnen aufgeteilt, gemäß dem Wortlaut Allahs, des Erhabenen: {Wenn es Brüder und Schwestern sind, dann kommt dem männlichen das Gleiche zu wie der Anteil von zwei weiblichen} (10). Die väterlichen Nachkommen unterscheiden sich im Zusammenwirken mit den vollstämmigen Nachkommen nicht von den Nachkommen des Sohnes im Zusammenwirken mit den leiblichen Nachkommen, außer darin, dass die Tochter des Sohnes durch den Sohn ihres Bruders oder denjenigen, der unter ihr steht, zu Residuarerben wird, während die väterliche Schwester nur durch ihren Bruder zu Residuarerben wird. Hätten die vollstämmigen Schwestern die zwei Drittel erfüllt und es gäbe väterliche Schwestern sowie einen Sohn des Bruders, so erhielten die väterlichen Schwestern nichts, und es verbliebe
(5) Im Original, A: "oder Sohn". (6) In: Kapitel über die Kalāla, aus dem Buch der Erbvorschriften. Sunan Abī Dāwūd 2/107. Ebenso von al-Bukhārī ausgeleitet in: Kapitel zum Wort Allahs: {Allah gebietet euch bezüglich eurer Kinder...}, aus dem Buch der Erbvorschriften, und in: Kapitel darüber, was der Prophet (möge Allah ihn segnen und ihm Frieden schenken) fragte, von dem ihm keine Offenbarung herabgesandt wurde..., aus dem Buch der Festhalten an der Sunna (al-Iʿtiṣām). Ṣaḥīḥ al-Bukhārī 8/185, 9/124. Und Muslim in: Kapitel über das Erbe der Kalāla, aus dem Buch der Erbvorschriften. Ṣaḥīḥ Muslim 3/1234. Und at-Tirmidhī in: Kapitel über das Erbe der Schwestern, aus den Kapiteln der Erbvorschriften. ʿĀriḍat al-Aḥwadhī 8/249. Und Ibn Mājah in: Kapitel über die Kalāla, aus dem Buch der Erbvorschriften. Sunan Ibn Mājah 2/911. (7) Ausgeleitet von Abū Dāwūd in: Kapitel über jemanden, der keine Kinder, aber eine Schwester hat, aus dem Buch der Erbvorschriften. Sunan Abī Dāwūd 2/108. Und Imam Aḥmad in: al-Musnad 3/372. (8) In A: "Schwestern". (9) In A: "fa-inna" (denn). (10) Sūrat an-Nisāʾ 176.
والمُرادُ بهذهِ الآيةِ ولدُ الأَبوَيْنِ، وولَدُ (٥) الأبِ بإِجْماعِ أهلِ العلمِ. ورَوَى جابرٌ، قال: قُلتُ: يا رسولَ اللهِ، كيفَ أَصْنَعُ في مالِى ولى أَخَواتٌ؟ قال: فنزلَتْ آيةُ الميراثِ: {يَسْتَفْتُونَكَ قُلِ اللَّهُ يُفْتِيكُمْ فِي الْكَلَالَةِ إِنِ امْرُؤٌ هَلَكَ}. رَواه أبو داودَ (٦). ورُوِىَ أنَّ جابرًا اشْتَكَى وعندَه سَبعُ أخَواتٍ، فقالَ النبِىُّ -صلى اللَّه عليه وسلم-: "قَدْ أَنْزَلَ اللهُ فِي أَخَواتِكَ" (٧). فبيَّن لهنَّ الثُّلُثَيْنِ. وما زادَ على الأُختَينِ في حكمِهما؛ لأنَّه إذا كانَ للأُختَينِ الثُّلُثانِ، فالثَّلاثُ أُخْتانِ (٨) فَصَاعدًا. وأمَّا سُقوطُ الأَخَواتِ مِن الأبِ، باسْتِكْمالِ ولدِ الأَبوَيْنِ الثُّلُثَيْنِ، فلأنَّ (٩) اللهَ تعالى إِنَّما فَرضَ للأَخَواتِ الثُّلُثيْنِ، فإذا أخذَه ولدُ الأَبَوَينِ، لم يَبْقَ ممَّا فَرضَه اللهُ تعالى لِلأَخَواتِ شيءٌ يَسْتَحِقُّه ولدُ الأَبِ، فإن كانتْ. واحدةً من الأبَوَيْنِ، فلها النِّصْفُ بنَصِّ الكتابِ، وبَقِىَ من الثُّلثينِ المَفْروضَةِ لِلأَخَواتِ سُدُسٌ، يُكَمَّلُ به الثُّلُثَانِ، فيكونُ للأَخَواتِ لِلأَبِ. ولذلك قالَ الفُقَهاءُ: لَهُنَّ السُّدُسُ، تَكمِلةُ الثُّلثينِ. فإن كانَ ولدُ الأبِ ذُكورًا وإناثًا، فالباقِى بينهم؛ لقولِ اللهِ تعالى: {وَإِنْ كَانُوا إِخْوَةً رِجَالًا وَنِسَاءً فَلِلذَّكَرِ مِثْلُ حَظِّ الْأُنْثَيَيْنِ} (١٠). ولا يُفارِقُ ولدُ الأبِ مع وَلدِ الأَبَويْنِ ولدَ الابنِ مع ولدِ الصُّلْبِ، إلَّا في أنَّ بنتَ الابْنِ يُعَصِّبُها ابنُ أخيها ومَن هو أنزلُ منها، والأُختُ من الأبِ لا يُعَصِّبُها إلَّا أخوهَا، فلو اسْتكْمَلَ الأخَواتُ مِن الأبويْنِ الثُّلُثَيْنِ، وثَمَّ أخَواتٌ مِن أبٍ وابنِ أخٍ لَهُنَّ، لم يَكُنْ للأَخواتِ للأبِ شيءٌ، وكانَ
(٥) في الأصل، أ: "أو ولد".(٦) في: باب في الكلالة، من كتاب الفرائض. سنن أبي داود ٢/ ١٠٧.كما أخرجه البخاري، في: باب قول اللَّه تعالى: {يُوصِيكُمُ اللَّهُ فِي أَوْلَادِكُمْ. . .}، من كتاب الفرائض، وفى: باب ما كان النبي -صلى اللَّه عليه وسلم- يسأل مما لم ينزل عليه الوحى. . ., من كتاب الاعتصام. صحيح البخاري ٨/ ١٨٥، ٩/ ١٢٤. ومسلم، في: باب ميراث الكلالة، من كتاب الفرائض. صحيح مسلم ٣/ ١٢٣٤. والترمذي، في: باب ميراث الأخوات، من أبواب الفرائض. عارضة الأحوذى ٨/ ٢٤٩. وابن ماجه، في: باب الكلالة، من كتاب الفرائض. سنن ابن ماجه ٢/ ٩١١.(٧) أخرجه أبو داود، في: باب من كان ليس له ولد وله أخت، من كتاب الفرائض. سنن أبي داود ٢/ ١٠٨. والإِمام أحمد، في: المسند ٣/ ٣٧٢.(٨) في أ: "أخوات".(٩) في أ: "فإن".(١٠) سورة النساء ١٧٦.