Er sagte: „Die Witwe (oder bereits Verheiratete) darf nicht verheiratet werden, bis sie um ihre Meinung gefragt wurde.“ Dies ist übereinstimmend überliefert. Und er sagte: „Die Witwe hat mehr Recht auf sich selbst als ihr Vormund.“ Dies überlieferten al-Nasa'i und Abu Dawud. Dies gilt, weil sie rechtsfähig ist, den Zweck der Ehe kennt und Erfahrung besitzt, weshalb es nicht zulässig ist, sie dazu zu zwingen, ebenso wie beim Mann.
Die zweite Kategorie ist die minderjährige Witwe. Hinsichtlich ihrer Verheiratung gibt es zwei Auffassungen: Die erste ist, dass ihre Verheiratung nicht zulässig ist. Dies ist die offensichtliche Meinung von al-Khiraqi, die Wahl von Ibn Hamid, Ibn Batta, dem Qadi sowie die Lehrmeinung von al-Shafi'i. Dies begründet sich aus der Allgemeinheit der Überlieferungen und weil sich der Zwang nach der Jungfräulichkeit und dem Status als bereits Verheiratete unterscheidet, nicht nach dem Alter. Da sie bereits verheiratet war (thayyib), und weil es einen Nutzen hat, sie zurückzustellen – nämlich bis sie die Reife erlangt, selbst wählen kann und ihre Erlaubnis Berücksichtigung findet – ist die Zurückstellung (des Heiratsaktes) zwingend, anders als bei der Jungfrau.
Die zweite Auffassung besagt, dass es ihrem Vater gestattet ist, sie zu verheiraten, ohne sie um ihre Erlaubnis zu fragen. Dies wählte Abu Bakr 'Abd al-'Aziz aus und entspricht der Meinung von Malik und Abu Hanifa; denn sie ist minderjährig, weshalb ihr Zwang zulässig ist, wie bei der Jungfrau und dem Jungen. Dies wird dadurch bekräftigt, dass sie durch ihren Status als ehemals Verheiratete keinen Vorzug gegenüber dem erhält, was beim Jungen durch das männliche Geschlecht erreicht wird; da der Junge gezwungen werden darf, wenn er minderjährig ist, gilt dies auch für sie. Die Überlieferungen sind auf die erwachsene Frau zu beziehen, da er ihr mehr Recht auf sich selbst zugesprochen hat als ihrem Vormund, während die Minderjährige kein solches Recht besitzt.
Es leitet sich eine dritte Meinung ab, wonach der Vormund die neunjährige Tochter mit ihrer Erlaubnis verheiratet, und wer jünger als das ist, unterliegt dem zuvor genannten Meinungsstreit, wie wir es bei der Jungfrau dargelegt haben. Gott weiß es am besten.
1122 – Rechtsfrage: Er sagte: (Und die Erlaubnis der bereits verheirateten Frau [thayyib] erfolgt durch das Wort, und die Erlaubnis der Jungfrau erfolgt durch das Schweigen.)
Was die Witwe (thayyib) betrifft, so kennen wir unter den Gelehrten keinen Widerspruch darin, dass ihre Erlaubnis das Wort ist, aufgrund der Überlieferung und weil die Zunge...
(8) Die Quellenangabe hierzu erfolgte bereits auf Seite 400. (9) Die zweite Überlieferung wurde von Abu Dawud in: Kapitel über die bereits verheiratete Frau (thayyib), aus dem Buch der Ehe (Sunan Abi Dawud 1/484), und von al-Nasa'i in: Kapitel über die Einholung der Erlaubnis der Jungfrau für sich selbst, aus dem Buch der Ehe (al-Mujtaba 6/70) angeführt. (10) In den Handschriften A, B und M: "wa-fiha" (und bei ihr). (11) In Handschrift M: "wa-ikhtarahu" (und er wählte es aus). (12) In Handschrift M: "in" (wenn). (13) Fehlt in der Originalausgabe sowie in A und B.
قال: "لا تُنْكَحُ الأَيِّمُ حَتَّى تُسْتَأْمَرَ". مُتَّفَقٌ عليه (٨). وقال: "الأيِّمُ أحَقُّ بنَفْسِها مِنْ وَلِيِّهَا" (٨). ورَوَى ابنُ عباسٍ، رَضِىَ اللَّهُ عنه، عن النَّبِىِّ -صلى اللَّه عليه وسلم-، قال: "لَيْسَ لِلْوَلِىِّ مَعَ الثَّيِّبِ أمْرٌ". رَواهما النَّسَائِىُّ وأبو دَاودَ (٩). ولأنَّها رَشِيدةٌ عالمةٌ بالمَقْصودِ من النِّكاحِ مُخْتَبرةٌ، فلم يَجُزْ إجْبارُها عليه، كالرَّجُلِ. القسم الثانى، الثَّيِّبُ الصغيرةُ، [وفى تزْوِيجِها] (١٠) وَجْهان؛ أحدهما، لا يجوزُ تَزْوِيجُها، وهو ظاهرُ قولِ الْخِرَقِىِّ. واخْتِيارُ (١١) ابن حامدِ، وابنِ بَطَّةَ، والقاضى، ومَذْهَبُ الشافعىِّ؛ لعُمُومِ الأخْبارِ، ولأنَّ الإجْبارَ يَخْتَلِفُ بالبَكارَةِ والثُّيُوبةِ، لا بالصِّغَرِ والكِبَرِ، وهذه ثَيِّبٌ، ولأنَّ فى تَأْخِيرِها فائِدَةً، وهو أن تَبْلُغَ فتَخْتارَ لِنَفْسِها ويُعْتَبَرَ إذْنُها، فوَجَبَ التَّأْخيرُ، بخِلافِ البِكْرِ. الوَجْه الثانى، أن لأَبِيها تَزْوِيجَها، ولا يَسْتَأْمِرُها. اختاره أبو بكرٍ عبدُ العزيزِ. وهو قولُ مالكٍ، وأبى حنيفةَ؛ لأنَّها صغيرةٌ، فجاز إجْبارُها كالبِكْرِ والغُلامِ. يُحَقِّقُ ذلك أنَّها لا تَزِيدُ بالثُّيُوبةِ على ما حصل للغُلامِ بالذُّكُورِيَّةِ، ثم الغُلامُ يُجْبَرُ إذا (١٢) كان صغيرًا، فكذا هذه، والأخبارُ محمولةٌ على الكبيرةِ، فإنه جَعَلَها أحَقَّ بنَفْسِها (١٣) من وَلِيِّها، والصغيرةُ لا حَقَّ لها. ويتَخَرّجُ وَجْهٌ ثالثٌ، وهو أنَّ ابْنةَ تِسْعِ سِنِين (١٣) يُزَوِّجُها وَلِيُّها بإذْنِها، ومَن دُونَ ذلك، على ما ذكَرْنا من الخِلافِ؛ لما ذكرنا فى البِكْرِ. واللَّه أعلم.
١١٢٢ - مسألة؛ قال: (وَإِذْنُ الثَّيِّبِ الْكَلَامُ، وإذْنُ البِكْرِ الصُّمَاتُ)
أمَّا الثَّيِّبُ، فلا نعلمُ بين أهلِ العلمِ خِلافًا فى أنَّ إذْنَها الكلامُ؛ للخَبَرِ، ولأنَّ اللسانَ
(٨) تقدم تخريجه فى صفحة ٤٠٠.(٩) أخرج الثانى أبو داود، فى: باب فى الثيب، من كتاب النكاح. سنن أبى داود ١/ ٤٨٤. والنسائى، فى: باب استئذان البكر فى نفسها، من كتاب النكاح. المجتبى ٦/ ٧٠.(١٠) فى أ، ب، م: "وفيها".(١١) فى م: "واختاره".(١٢) فى م: "إن".(١٣) سقط من: الأصل، أ، ب.