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Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 9 · Seite 550Das Erste

Übersetzung · DE

Erster Abschnitt: Wenn ein Schriftbesitzer zu einer anderen Religion als der der Schriftbesitzer übertritt, wird er nicht in dieser belassen. Wir kennen hierüber keine Meinungsverschiedenheit. Wenn er zu einer Religion übertritt, deren Anhänger nicht durch Zahlung der Dschizya (Kopfsteuer) geduldet werden, wie etwa Götzendienst oder Ähnliches, was er für gut befindet, so wird derjenige, der ursprünglich dieser Religion angehört, nicht in ihr belassen; somit gilt dies für denjenigen, der zu ihr übertritt, erst recht. Und wenn er zum Zoroastrismus (Magiertum) übertritt, wird er ebenfalls nicht belassen; denn er ist zu einem niedrigeren Stand als dem seiner Religion übergetreten, weshalb er nicht darin belassen wird, ähnlich wie bei einem Muslim, wenn er vom Glauben abfällt (ridda). Was jedoch den Übertritt zu einer anderen Religion der Schriftbesitzer betrifft, wie wenn ein Jude zum Christentum übertritt oder ein Christ zum Judentum, so gibt es dazu zwei Überlieferungen (riwayatan): Die erste besagt, dass er ebenfalls nicht belassen wird, da er zu einer falschen Religion übergetreten ist, deren Falschheit er bereits anerkannt hat, weshalb er nicht darin belassen wird, wie ein Apostat. Die zweite besagt, dass er darin belassen wird. Dies hat Ahmad ausdrücklich dargelegt. Dies ist die offensichtliche Auffassung von al-Chiraqi sowie die Wahl von al-Challal und seinem Gefährten, und es ist die Ansicht von Abu Hanifa, weil er den Kreis der Religion der Schriftbesitzer nicht verlassen hat; er ähnelt somit demjenigen, der nicht übertritt. Von asch-Schafi'i gibt es zwei Aussagen, die den beiden Überlieferungen entsprechen. Was den Zoroastrier betrifft, wenn dieser zu einer Religion übertritt, deren Anhänger nicht darin belassen werden, so wird auch er nicht belassen, wie die anderen Anhänger dieser Religion. Wenn er jedoch zur Religion der Schriftbesitzer übertritt, so lassen sich dazu dieselben zwei Überlieferungen ableiten. Dies gilt in dem, was wir erwähnt haben, gleichermaßen für Männer und Frauen, aufgrund der Allgemeinheit der Worte des Gesandten (Frieden und Segen seien auf ihm): "Wer seine Religion wechselt, den tötet." Und aufgrund der Allgemeinheit des von uns für beide angeführten Rechtsgrundes.

Zweiter Abschnitt: Dass von demjenigen, der zu einer anderen als der Religion der Schriftbesitzer übertritt, nichts anderes als der Islam angenommen wird. Dies hat Ahmad ausdrücklich dargelegt, und al-Challal sowie sein Gefährte haben diese Ansicht gewählt. Es ist eine der Aussagen von asch-Schafi'i, weil andere Religionen außer dem Islam falsche Religionen sind, deren Falschheit bereits anerkannt wurde, weshalb man in ihnen nicht belassen wird, wie beim Apostaten. Und von Ahmad gibt es die Überlieferung, dass von ihm nicht anderes angenommen wird als...

Anmerkungen

(1) Im Original, A, B: "wenn" (in). (2) Weggefallen in: M. (3) Überliefert von al-Buchari in: Kapitel: Niemand wird mit der Strafe Gottes bestraft, aus dem Buch des Dschihad; sowie in: Kapitel: Die Rede Gottes, des Erhabenen: {Und ihre Angelegenheiten werden durch Beratung unter ihnen entschieden...}, aus dem Buch des Festhalten am Koran und der Sunna. Sahih al-Buchari 4/75, 9/138. Abu Dawud in: Kapitel: Das Urteil über den Apostaten, aus dem Buch der Hadd-Strafen. Sunan Abi Dawud 2/440. At-Tirmidhi in: Kapitel: Was über den Apostaten berichtet wurde, aus den Kapiteln der Hadd-Strafen, Aridat al-Ahwadhi 6/243. An-Nasa'i in: Kapitel: Das Urteil über den Apostaten, aus dem Buch des Verbots (At-Tahrim). Al-Mudschtaba 7/96. Ibn Madscha in: Kapitel: Der vom Glauben Abgefallene, aus dem Buch der Hadd-Strafen. Sunan Ibn Madscha 2/848. Imam Ahmad in: Al-Musnad 1/282, 323, 283, 5/231. (4) Im Original: "wird akzeptiert" (yutaqabbalu).

Arabisch (Quelle)

الأول: أَنَّ الكِتابِىَّ إذا (١) انْتَقَلَ إلى غيرِ دِينِ أهلِ الكِتابِ، لم يُقَرَّ عليه. لا نَعْلَمُ فى هذا خِلافًا، فإنَّه إذا انتقلَ إلى دِينٍ لا يُقَرُّ أهْلُه بالجِزْيةِ، كعِبَادةِ الأَوْثانِ وغيرِها، ممَّا يَسْتَحْسِنُه، فالأَصْلِىُّ منهم لا يُقَرُّ على دِينِه، فالمُنْتَقِلُ إليه أوْلَى. وإن انْتَقلَ إلى الْمَجُوسِيَّةِ، لم يُقَرّ أيضًا؛ لأنَّه انْتَقلَ إلى أنْقَصَ من دِينهِ، فلم يُقَرَّ عليه، كالمُسْلمِ إذا ارْتَدَّ. فأمَّا إن انتقلَ إلى دينٍ آخرَ من دِينِ (٢) أهلِ الكِتاب، كاليَهُودِىِّ يَتَنَصَّرُ، أو النَّصْرانِىِّ يتَهَوَّدُ، ففيه رِوَايتان؛ إحداهما، لا يُقَرُّ أيضًا؛ لَأنَّه انتقلَ إلى دينٍ باطلٍ، قد أقَرَّ ببُطْلانِه، فلم يُقَرَّ عليه، كالمُرْتَدِّ. والثانية، يُقَرُّ عليه. نَصَّ عليه أحمدُ. وهو ظاهرُ كلامِ الْخِرَقِىِّ، واختيارُ الخَلَّالِ وصاحِبِه، وقولُ أبى حنيفةَ؛ لأنَّه لم يَخْرُجْ عن دِينِ أهلِ الكِتابِ، فأشْبهَ غيرَ (٢) المُنْتَقِلِ. وللشافعىِّ قَوْلان، كالرِّوايتَيْنِ. فأما الْمَجُوسِىُّ إذا انْتَقلَ إلى دينٍ لا يُقَرُّ أهْلُه عليه، لم يُقَرَّ، كأهْلِ ذلك الدِّينِ. وإن انْتَقَلَ إلى دينِ أهلِ الكتابِ، خُرِّجَ فيه الرِّوايتان، وسواءٌ فيما ذكرْنا الرَّجُلُ والمرأةُ؛ لعُمُومِ قَوْلِه عليه السلام: "مَنْ بَدَّلَ دِينَهُ فَاقْتُلُوهُ" (٣). ولعمومِ المعنى الذى ذكرْناه فيهما جميعًا.

الفصل الثانى: أَنَّ المُنْتَقِلَ إلى غيرِ دينِ أهلِ الكتاب، لا يُقْبَلُ (٤) منه إلَّا الإِسلامُ. نَصَّ عليه أحمدُ. واختاره الخَلَّالُ وصاحِبُه. وهو أحدُ أقَوالِ الشافعىِّ؛ لأنَّ غيرَ الإِسلامِ أدْيانٌ باطلةٌ. قد أَقَرَّ ببُطْلانِها، فلم يُقَرَّ عليها كالمُرْتَدِّ. وعن أحمدَ أنَّه لا يُقْبَلُ منه (٢) إلَّا

Anmerkungen

(١) فى الأصل، أ، ب: "إن".(٢) سقط من: م.(٣) أخرجه البخارى، فى: باب لا يعذب بعذاب اللَّه، من كتاب الجهاد، وفى: باب قول اللَّه تعالى: {وَأَمْرُهُمْ شُورَى بَيْنَهُمْ}. . .، من كتاب الاعتصام. صحيح البخارى ٤/ ٧٥، ٩/ ١٣٨. وأبو داود، فى: باب الحكم فى من ارتد، من كتاب الحدود. سنن أبى داود ٢/ ٤٤٠. والترمذى، فى: باب ما جاء فى المرتد، من أبواب الحدود، عارضة الأحوذى ٦/ ٢٤٣. والنسائى، فى: باب الحكم فى المرتد، من كتاب التحريم. المجتبى ٧/ ٩٦. وابن ماجه، فى: باب المرتد عن دينه، من كتاب الحدود. سنن ابن ماجه ٢/ ٨٤٨. والإِمام أحمد، فى: المسند ١/ ٢٨٢، ٣٢٣، ٢٨٣، ٥/ ٢٣١.(٤) فى الأصل: "يتقبل".

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