Abschnitt: Die Gelehrten sind sich hinsichtlich des Begriffs Kalāla uneinig. Es wurde gesagt: Kalāla ist eine Bezeichnung für die Erben, mit Ausnahme der Eltern und der Kinder. Aḥmad hat dies explizit festgestellt. Von Abū Bakr aṣ-Ṣiddīq – Allah sei mit ihm zufrieden – wurde überliefert, dass er sagte: Kalāla sind alle außer dem Kind und dem Elternteil (3). Diejenigen, die dieser Auffassung sind, argumentierten mit dem Vers von al-Farazdaq über die Banū Umayya (4):
Ihr habt den Stab des Ruhms geerbt, nicht durch Kalāla, von den beiden Söhnen von Manāf, ʿAbd Shams und Hāshim.
Die Etymologie leitet sich von dem Wort Iklīl (Kranz/Krone) ab, der den Kopf umschließt und nicht über ihn hinausragt. Es ist, als ob die Erben – mit Ausnahme der Kinder und Eltern – den Verstorbenen von seinen Seiten umgeben, nicht jedoch von seinen beiden Enden, dem oberen und dem unteren, so wie der Kranz den Kopf umschließt. Was den Elternteil und das Kind betrifft, so sind sie die Enden des Menschen; wenn diese entfallen, ist der Rest der Verwandtschaft Kalāla. Der Dichter sagte:
Wie steht es um meine Enden (meine Eltern), wenn du mich beschimpfst? Und nach der Beschimpfung der Eltern gibt es keine Aussöhnung (5).
Eine andere Gruppe sagte: Kalāla ist ein Name für den Verstorbenen selbst, der kein Kind und keinen Vater hat. Dies wird von ʿUmar, ʿAlī und Ibn Masʿūd berichtet. Es wurde auch gesagt: Kalāla bezeichnet die Verwandtschaft mütterlicherseits. Sie argumentierten mit dem zitierten Vers von al-Farazdaq, womit er meinte, dass ihr das Reich von euren Vätern geerbt habt, nicht von euren Müttern. Von az-Zuhrī wird überliefert, dass er sagte: Der Verstorbene, der kein Kind und keinen Vater hat, ist Kalāla, und sein Erbe wird ebenfalls als Kalāla bezeichnet. In den beiden Versen in der Sure an-Nisā' ist mit Kalāla der Verstorbene gemeint. Es besteht kein Dissens darüber, dass der Begriff Kalāla auf die Geschwister aus allen Richtungen angewendet wird. Dass dies zutrifft, zeigt die Aussage von Jābir: "O Gesandter Allahs, wie verhält es sich mit der Erbfolge? Mich beerbt nur eine Kalāla (6)." Er bezeichnete also den Erben als Kalāla, obwohl Jābir zu jener Zeit weder ein Kind noch einen Vater hatte.
(3) Hervorgebracht von ad-Dārimī, im Kapitel über die Kalāla, aus dem Buch der Pflichtteile. Sunan ad-Dārimī 2/365, 366. Und al-Bayhaqī, im Kapitel über das Ausscheiden der Brüder und Schwestern ... aus dem Buch der Pflichtteile. As-Sunan al-Kubrā 6/224. Und ʿAbd ar-Razzāq, im Kapitel über die Kalāla, aus dem Buch der Pflichtteile. Al-Muṣannaf 10/304. (4) Dīwān al-Farazdaq 852. (5) Der Vers stammt von ʿAun ibn ʿAbd Allāh ibn ʿUtba. Er findet sich im Lisān und Tāǧ (s-l-ḥ) und (ṭ-r-f), sowie in der Ǧamhara 2/164 und im Muʿǧam Maqāyīs al-Luġa 3/303, 448. (6) Hervorgebracht von al-Buḫārī, im Kapitel: Der Prophet – Allah segne ihn und gebe ihm Heil – goss sein Waschwasser über den Ohnmächtigen, aus dem Buch der Waschung (Wuḍūʾ). Und im Kapitel: Bittgebet für den Kranken durch den Besucher, aus dem Buch der Kranken. Ṣaḥīḥ al-Buḫārī 1/60, 7/157. Und Muslim, im Kapitel: Die Erbschaft der Kalāla, aus dem Buch der Pflichtteile. Ṣaḥīḥ Muslim 3/1235. Und Imam Aḥmad, im Musnad 3/298.
فصل: اخْتَلَفَ أهْلُ العِلْمِ في الْكَلَالَةِ، فقِيلَ: الْكَلالَةُ اسْمٌ لِلْوَرَثَةِ، مَا عَدَا الْوَالِدِينَ، والْمَولودِينَ. نَصَّ أحمدُ على هذا. وَرُوِىَ عن أبي بكرٍ الصِّدِّيقِ، رَضى اللَّه عنه، أنَّهُ قال: الْكَلَالَةُ مَنْ عَدَا الوَلدَ والوَالِدَ (٣). واحْتَجَّ مَنْ ذَهَبَ إلَى هذا بِقَوْلِ الْفَرَزْدَقِ في بنى أُميَّةَ (٤):
وَرِثْتُم قَنَاةَ الْمَجْدِ لَا عن كَلَالَةٍ ... عن ابْنَىْ مَنَافٍ عَبْدِ شَمْسٍ وَهَاشِمِ
وَاشْتِقَاقُهُ مِن الإِكْلِيلِ الَّذِى يُحيطُ بالرَّأْسِ، ولا يَعْلُو عليه، فكأَنَّ الوَرَثةَ ماعَدا الوَلدَ والوالدَ قد أحاطُوا بالميِّتِ مِنْ حَوْلِهِ، لا مِنْ طَرَفَيْهِ أَعْلَاه وَأَسْفَلِه، كإِحَاطَةِ الإِكْلِيلِ بِالرَّأْسِ. فأَمَّا الوَالِدُ والوَلدُ فَهما طَرَفا الرَّجُلِ، فإذا ذَهَبا كانَ بَقيَّةُ النَّسبِ كَلَالةً. قالَ الشاعرُ:
فَكَيْفَ بِأَطْرَافِى إِذَا مَا شَتَمْتَنِى ... ومَا بَعْدَ شَتْمِ الوَالِدَيْنِ صُلُوحُ (٥)
وقالَتْ طائِفةٌ: الكَلَالَةُ اسمٌ للميِّتِ نَفْسِه، الذي لا وَلَدَ له ولا وَالِدَ. يُرْوَى ذَلِكَ عَنْ عمرَ، وعلىٍّ، وابنِ مَسْعودٍ. وقِيلَ: الْكَلَالَةُ قَرابةُ الأُمِّ. واحْتَجُّوا بقولِ الفَرَزْدَقِ الذي أنشدْناه، عَنىَ أنَّكم ورِثْتُم المُلْكَ عن آبائِكم لا عَن أُمَّهاتِكم. ويُروَى عَن الزُّهْرىِّ، أنَّه قالَ: الميِّتُ الذي لا وَلدَ له ولا وَالِدَ كَلَالةٌ، ويُسمَّى وارِثُه كَلالةً. والآيتانِ فِي سورةِ النِّساءِ، المُرادُ بالكَلَالَةِ فيهما المَيِّتُ. ولا خِلافَ في أنَّ اسمَ الكَلَالةِ يَقعُ على الإخْوةِ مِن الجِهاتِ كلِّها. وقد دلَّ على صحَّةِ ذلك قولُ جابِرٍ: يا رسولَ اللهِ، كيف المِيراثُ؟ إنَّما يَرثُنى كَلَالةٌ (٦). فجعلَ الوَارثَ هو الكَلالَةَ، ولم يكُنْ لجابرٍ يومَئذٍ وَلدٌ
(٣) أخرجه الدارمي، في: باب الكلالة، من كتاب الفروض. سنن الدارمي ٢/ ٣٦٥، ٣٦٦. والبيهقي، في: باب حجب الأخوة والأخوات. . ., من كتاب الفرائض. السنن الكبرى ٦/ ٢٢٤. وعبد الرزاق، في: باب الكلالة، من كتاب الفرائض. المصنف ١٠/ ٣٠٤.(٤) ديوان الفرزدق ٨٥٢.(٥) البيت لعون بن عبد اللَّه بن عتبة، وهو في اللسان والتاج (ص ل ح) و (ط ر ف)، والجمهرة ٢/ ١٦٤، ومعجم مقاييس اللغة ٣/ ٣٠٣، ٤٤٨.(٦) أخرجه البخاري، في: باب صب النبي -صلى اللَّه عليه وسلم- وضوءه على المغمى عليه، من كتاب الوضوء. وفى: باب دعاء العائد =