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Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 9 · Seite 82Kapitel über Dhu al-Arham (Verwandte ohne festen Erbteil)

Übersetzung · DE

Kapitel: Die Verwandten ohne festen Anteil (Dhawi al-Arham)

Dies sind die Verwandten, für die weder ein fester Anteil (Fard) noch eine Erbberechtigung als Asaba vorgesehen ist. Sie bilden elf Gruppen: Kinder der Töchter, Kinder der Schwestern, Töchter der Brüder, Kinder der Brüder mütterlicherseits, Tanten väterlicherseits von allen Seiten, Onkel mütterlicherseits, Onkel mütterlicherseits (als Verwandte), Tanten mütterlicherseits, Töchter der Onkel väterlicherseits, der Großvater mütterlicherseits und jede Großmutter, deren Verwandtschaftsverhältnis zu einem Vater zwischen zwei Müttern oder zu einem Vater, der höher als der Großvater steht, verläuft. Diese Personen sowie diejenigen, die sich über sie herleiten, werden als Dhawi al-Arham bezeichnet. Abu Abd Allah (Ahmad ibn Hanbal) pflegte ihnen das Erbe zuzusprechen, sofern kein Erbe mit festem Anteil, kein Asaba und kein anderer Erbe vorhanden war, außer dem Ehemann oder der Ehefrau. Diese Auffassung wurde von Umar, Ali, Abd Allah (ibn Mas'ud), Abu Ubaidah ibn al-Jarrah, Mu'adh ibn Jabal und Abu al-Darda', möge Allah mit ihnen zufrieden sein, überliefert. Dasselbe sagten Shuraih, Umar ibn Abd al-Aziz, Ata', Tawus, Alqama, Masruq und die Gelehrten von Kufa. Zayd hingegen sprach ihnen kein Erbe zu und gab den Restbetrag dem Staatsvermögen (Bayt al-Mal). Dies vertraten auch Malik, al-Awza'i, al-Shafi'i, Abu Thawr, Dawud und Ibn Jarir; denn Ata' ibn Yasar überlieferte, dass der Gesandte Allahs – Allah segne ihn und gebe ihm Heil – nach Quba ritt, um Allah den Erhabenen um Rat zu fragen bezüglich der Tante väterlicherseits und der Tante mütterlicherseits, woraufhin ihm offenbart wurde, dass es für sie kein Erbe gibt. Dies überlieferte Sa'id in seinen „Sunan“ (1); denn die Tante väterlicherseits und die Tochter des Bruders erben nicht zusammen mit ihren Brüdern, also erben sie auch nicht alleine, genau wie fremde Personen. Dies geschieht deshalb, weil das Hinzutreten des Bruders sie bestätigt und stärkt; als Beleg dient, dass Enkelinnen und Schwestern väterlicherseits vom Bruder (als Asaba) bei dem unterstützt werden, was nach dem Erbteil der Töchter und der Schwestern von beiden Elternteilen übrig bleibt, sie aber nicht alleine erben. Wenn also jene zwei nicht mit ihrem Bruder erben, so ist dies erst recht der Fall, wenn er nicht vorhanden ist. Zudem werden Erbschaften nur durch einen klaren Text (Nass) begründet, und es gibt keinen solchen Text über diese Personen.

Anmerkungen

(1) In: Bab al-'Amma wa al-Khala. Al-Sunan 1/70. Ebenso herausgegeben von al-Bayhaqi, in: Bab man la yarithu min Dhawi al-Arham, aus dem Kitab al-Fara'id. Al-Sunan al-Kubra 6/212, 213. Und von al-Daraqutni, in: Kitab al-Fara'id. Sunan al-Daraqutni 4/98. Und von al-Hakim, in: Bab Mirath al-'Amma wa al-Khala, aus dem Kitab al-Fara'id. Al-Mustadrak 4/343. (2) In A: "kadhalika" (ebenso). In M: "wa lidhalika" (und deshalb).

Arabisch (Quelle)

باب ذَوِى الأرْحام

وهم الأقارِبُ الذين لا فَرْضَ لهم ولا تَعْصِيبَ، وهم أحَدَ عَشَرَ حَيِّزًا؛ وَلَدُ الْبَناتِ، ووَلَدُ الْأَخَواتِ، وبناتُ الْإِخْوَةِ، ووَلَدُ الْإِخْوَةِ من الْأُمِّ، والعَمَّاتُ من جميع الجهاتِ، والْعَمُّ مِنَ الْأُمِّ، والْأَخْوالُ، والخالاتُ، وبنَاتُ الْأَعْمامِ، والْجَدُّ أبو الْأُمِّ، وكُلُّ جَدَّةٍ أَدْلَتْ بِأَبٍ بين أُمَّيْنِ، أو بأبٍ أعْلَى مِن الْجَدِّ. فهؤلاءِ، ومَنْ أَدْلَى بهم، يُسَمَّوْنَ ذَوِى الْأَرْحامِ. وكان أبو عبدِ اللهِ يُوَرِّثُهم إذا لم يكُنْ ذُو فَرْضٍ، وَلَا عَصَبَةٌ، ولا أَحَدٌ من الوُرَّاثِ، إلَّا الزَّوْجَ، والزَّوْجَةَ. رُوِىَ هذا القَوْلُ عَنْ عمرَ، وعلىٍّ، وعبدِ اللهِ، وأبى عُبَيْدَةَ بنِ الجَرّاحِ، ومُعاذِ بن جَبلٍ، وأبى الدَّرْدَاءِ، رَضِيَ اللَّه عنهم. وبه قال شُرَيْحٌ، وعمرُ بن عبد العزيز، وعَطاءٌ، وطاوُسٌ، وعَلْقَمَةُ، ومَسْرُوقٌ، وأَهْلُ الكُوفَةِ. وكان زَيْدٌ لا يُوَرِّثُهم، ويَجْعَلُ الباقىَ لِبَيْتِ المالِ. وبه قال مَالِكٌ، والأَوْزَاعِىُّ، والشَّافِعِىُّ، وأبو ثَوْرٍ، وداوُدُ، وابنُ جَرِيرٍ؛ لِأَنَّ عطاءَ بن يَسَارٍ رَوَى أنَّ رسولَ اللَّه -صلى اللَّه عليه وسلم- رَكِبَ إلى قُبَاءَ يَسْتَخِيرُ اللهَ تعالى في العَمَّةِ والْخَالَةِ، فأُنْزِلَ عليه أَنْ لا مِيراثَ لهما. روَاه سعيدٌ، في "سُنَنِهِ" (١)؛ لأنَّ العَمَّةَ، وابْنةَ الْأَخِ لا تَرِثانِ مع أَخَوَيْهِما، فلا تَرِثان مُنفَرِدَتَيْنِ، كالْأَجْنَبِيّات. وذلك (٢) لِأَنَّ انْضِمَامَ الْأَخِ إليهِما يُؤَكِّدُهما ويُقَوِّيهِما، بدَلِيلِ أنَّ بناتِ الابنِ، والْأَخَوَاتِ مِنَ الْأَبِ، يَعْصِبُهُنَّ أَخُوهُنَّ فيما بَقِىَ بعدَ مِيرَاثِ الْبَنَاتِ والْأَخَوَاتِ مِنَ الْأَبَوَيْنِ، ولا يَرِثْنَ مُنْفَرِداتٍ، فإذا لم يَرِثْ هاتانِ مع أَخِيهِما، فمع عَدَمِهِ أَوْلَى. ولِأَنَّ المَوَارِيثَ إنَّما تَثْبُتُ نَصًّا، ولا نَصَّ في

Anmerkungen

(١) في: باب العمة والخالة. السنن ١/ ٧٠.كما أخرجه البيهقي، في: باب من لا يرث من ذوى الأرحام، من كتاب الفرائض. السنن الكبرى ٦/ ٢١٢، ٢١٣. والدارقطني، في: كتاب الفرائض. سنن الدارقطني ٤/ ٩٨. والحاكم، في: باب ميراث العمة والخالة، من كتاب الفرائض. المستدرك ٤/ ٣٤٣.(٢) في أ: "كذلك". وفي م: "ولذلك".

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