Ǧarīr ibn ʿAbd al-Ḥamīd (gest. 188 n. H.) – möge Allah ihm barmherzig sein – sagte: „Die Rede der Ǧahmiyya ist zu Beginn wie Honig und am Ende wie Gift; sie versuchen lediglich zu sagen: Es gibt keinen Gott im Himmel.“ [Überliefert von Ibn Abī Ḥātim, wie in Bayān Talbīs al-Ǧahmiyya (1/200)].
Sie sprachen dies nicht offen aus, da die Imame der Sunna zu ihrer Zeit über eine starke Macht und Einfluss verfügten. Stattdessen griffen sie dazu, jene Konzepte zu leugnen, die die Erhabenheit (ʿuluww) bedingen, wie etwa die Grenze (ḥadd), die Getrenntheit (baynūna) und anderes mehr. Zudem leugneten sie die übrigen Attribute wie das Sehen [Allahs durch die Gläubigen], die Rede (kalām), das Hören (samʿ) und das Sehen (baṣar), um sich nicht vor der Allgemeinheit und der Gelehrtenwelt durch die Leugnung der Erhabenheit Allahs des Erhabenen bloßzustellen – einer Wahrheit, zu deren Bestätigung Allah die Menschen in ihrer ursprünglichen Veranlagung (fiṭra) erschaffen hat.
Als jedoch der Einfluss der Leute der Neuerung (ahl al-bidaʿ) zunahm, sprachen die Späteren unter ihnen offen aus, was ihre Vorgänger noch nicht offenbart hatten. So leugneten sie die Erhabenheit Allahs des Erhabenen über Seine Schöpfung, verfassten darüber eigene Werke und machten die Negation der Erhabenheit öffentlich. Bei einigen von ihnen ging die Sache sogar so weit, dass sie jene als ungläubig (takfīr) erklärten, die die Erhabenheit Allahs – des Mächtigen und Erhabenen – über Seine Schöpfung bestätigten, und sie mit den abscheulichsten Begriffen belegten.
Ibn Taymiyya – möge Allah ihm barmherzig sein – sagte: „Das, was die Ǧahmiyya anzustreben pflegten, haben die Späteren unter ihnen offen ausgesprochen. Das Hervortreten der Sunna und die Vielzahl der Imame im Zeitalter jener [Früheren] verhinderte, dass sie es offen deklarierten. Als jedoch die Zeit verstrich, die Sunna verborgen blieb und die Imame dahingingen, sprachen die negierenden Ǧahmiten (al-nufāt) offen aus, was ihre Vorfahren zwar angestrebt hatten, aber nicht kundzutun vermochten.“ [Iǧtimāʿ al-Ǧuyūš al-Islāmiyya (S. 71)].
Ich sage: Die Angelegenheit beschränkte sich bei ihnen nicht allein auf die offene Leugnung der Erhabenheit Allahs über Seine Schöpfung, sondern dehnte sich auf den Takfīr gegenüber denjenigen aus, die dies glaubten. Dies ging so weit, dass der Islam eines Juden, der den Islam annahm, nicht akzeptiert wurde, sofern er die Erhabenheit Allahs des Erhabenen bestätigte, da er [nach ihrer Ansicht] ein ungläubiger Anthropomorphist (muǧassim kāfir) sei!