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Iṯbāt al-Ḥadd von ad-Daštī – Herausgegeben von ʿĀdil Āl Ḥamdān
Band 1 · Seite 77

Übersetzung · DE

Er antwortete: „Dies ist etwas, das die Araber nicht kennen, noch ist es in ihrer Sprache zulässig.“

Bayān ibn Aḥmad berichtete: „Wir befanden uns bei al-Qaʿnabī, als er einen Mann von den Ǧahmiten sagen hörte: ‚{Der Allerbarmer hat Sich über dem Thron erhoben (ar-Raḥmānu ʿalā al-ʿarši-stawā)} [Ṭāhā: 5] bedeutet: Er hat sich (dessen) bemächtigt (istawlā).‘ Al-Qaʿnabī entgegnete darauf: ‚Wer nicht die Gewissheit besitzt, dass der Allerbarmer Sich über dem Thron erhoben hat, so wie es in den Herzen der breiten Masse (al-ʿāmma) fest verankert ist, der ist ein Ǧahmit.‘“ [Aus: „Iǧtimāʿ al-Ǧuyūš“ (S. 135)].

Ad-Dārimī (raḥimahu Allāh) sagte in „an-Naqḍ“ (S. 199), während er al-Marīsī in dessen Deutung des istiwāʾ als istīlāʾ (Bemächtigung) widerlegte: „Man entgegnet diesem Widersacher der breiten Masse, dem Umherirrenden und Verleumdeten, der daherredet, ohne zu wissen, was er sagt: Dies sind Interpretationen, die Bedeutungen nahelegen, welche den hässlichsten Irrglauben und das abscheulichste Unmögliche darstellen. Niemand unter den Menschen greift zu solchen Deutungen außer den Unwissenden und jenen, die tief im Irrtum verwurzelt sind.

Wehe dir! Gibt es denn nach deiner Behauptung irgendetwas, dessen Gott sich nicht bereits bemächtigt hätte oder das Er nicht kennen würde, sodass Er den Thron unter allem, was in den Himmeln und auf der Erde ist, damit [der Bemächtigung] hervorheben müsste? Kennen wir etwa auch nur das Gewicht eines Stäubchens in den Himmeln oder auf der Erde, dessen Eigentümer Gott nicht wäre oder das nicht unter Seiner Herrschaft stünde, sodass Er den Thron unter allen Dingen durch eine Bemächtigung hervorheben müsste – als hätte Er ihn gegen jemanden errungen, der Ihn bekämpft und Ihm den Vorrang streitig macht? Dabei hast du sogar das bestätigt, was wir sagten, indem du Ihn in Bezug auf Seinen Thron mit einem Eroberer einer Stadt verglichen hast, der sich ihrer durch Sieg bemächtigt (astawā ʿalayhā bi-ġalaba). Nach deiner Behauptung wäre Gott also nicht davor sicher, selbst besiegt zu werden; denn wer siegreich ist und sich bemächtigt, kann bisweilen siegen und bisweilen besiegt werden. Hat jemals jemand von einem Menschen gehört, der in Bezug auf Gott unwissender ist als jener, der behauptet, Gott habe Sich Seines Throns durch einen Sieg über einen Widersacher bemächtigt?“

Abū Aḥmad al-Qaṣṣāb al-Karǧī (raḥimahu Allāh) sagte in seinem Tafsīr „Nukat al-Qurʾān“ (1/426): „Ihre Behauptung, der istiwāʾ sei eine ‚Bemächtigung (istīlāʾ). ist aus mehreren Gründen falsch.

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