„Zwei Anmerkungen“:
Die erste Anmerkung:
Die vorangegangene Aussage von Ibn al-Qayyim – möge Allah ihm barmherzig sein – in seiner „Nūniyya“:
„Und ebenso stieg empor, wer der vierte ist, und Abū ʿUbayda, der Gefährte al-Šaybānīs.“
Mit „Abū ʿUbayda“ meint er: Maʿmar ibn al-Muṯannā (208 n. H.), den Verfasser zahlreicher Werke, darunter sein Buch „Maǧāz al-Qurʾān“ über die Erläuterung der seltenen Begriffe des Korans (ġarīb al-Qurʾān), auf das sich die Gelehrten in Vergangenheit und Gegenwart stützen. Mit „Maǧāz“ meint er das, was in der Sprache der Araber an Ausdrucksmöglichkeiten für die koranischen Begriffe und Stilmittel zulässig ist, und nicht den fachsprachlichen Metaphernbegriff (al-maǧāz al-iṣṭilāḥī) der Rhetoriker und Kalām-Theologen, welcher die Abwendung der Rede von ihrem offensichtlichen Wortsinn (ẓāhir) bedeutet.
In diesem seinem Buch findet sich die Interpretation (taʾwīl) einiger Attribute, wie das Angesicht (al-waǧh), das Auge (al-ʿayn), die List (al-makr) und andere. Ebenso wird ihm die Anhängerschaft der Ansichten der Charijiten (al-Ḫawāriǧ) und der Schuubiten (al-Šuʿūbiyya) vorgeworfen.
– Ibn Qutayba (276 n. H.) – möge Allah ihm barmherzig sein – sagte in seinem Buch „al-Maʿārif“ (S. 543): „Die Lexikographie (al-ġarīb) überwog bei ihm, ebenso wie die Überlieferungen der Araber und ihre geschichtlichen Tage (ayyām). Trotz seines Wissens passierte es ihm wohl, dass er einen Vers beim Rezitieren nicht im korrekten Metrum hielt, sondern ihn zerbrach, und er machte Fehler, wenn er den Koran las, während er hineinsah. Er hegte Groll gegen die Araber und verfasste ein Buch über deren Mängel, und er vertrat die Ansicht der Charijiten.“ [Ende des Zitats].
Ich sage: Er ist nicht zu verwechseln mit Abū ʿUbayd al-Qāsim ibn Sallām (234 n. H.) – möge Allah ihm barmherzig sein –, dem berühmten Imam und Verfasser der Bücher „Ġarīb al-Ḥadīṯ“, „al-Īmān“ und anderer.