„Es gibt keinen Zwang in der Religion. Der rechte Weg ist nunmehr klar unterschieden von der Verirrung.“ Die Auslegung von Sa'id ibn Jubayr besagt: Er sagte: Einige Gefährten des Propheten, Friede sei mit ihm, ließen ihre Kinder in der Zeit der Unwissenheit (Dschahiliyya) bei den Juden stillen, sodass sie im jüdischen Glauben aufwuchsen. Als dann der Islam kam und die Väter den Islam annahmen, wollten sie ihre Söhne zum Islam zwingen. Da sandte Gott herab: „Es gibt keinen Zwang in der Religion. Der rechte Weg ist nunmehr klar unterschieden von der Verirrung“, das heißt: die Rechtleitung von der Irreführung. „Wer also den Taghut (Götzen bzw. Satan) verleugnet“ – das heißt den Satan – „und an Gott glaubt, der hat gewiss den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt“, das heißt: für den es kein Ende gibt.
﴿لَا إِكْرَاهَ فِي الدِّينِ قَدْ تبين الرشد من الغي﴾ تَفْسِير سَعِيد بْن جُبَيْر: قَالَ: كَانَ قوم من أَصْحَاب النَّبي عليه السلام استرضعوا أَوْلَادهم فِي الْيَهُود فِي الْجَاهِلِيَّة، فكبروا على الْيَهُودِيَّة؛ فَلَمَّا جَاءَ الْإِسْلَام، وَأسلم الْآبَاء، أَرَادوا أَن يكرهوا أَبْنَاءَهُم عَلَى الإِسْلام فَأنْزل اللَّه: ﴿لَا إِكْرَاهَ فِي الدِّينِ قَدْ تَبَيَّنَ الرُّشْدُ مِنَ الغي﴾ يَعْنِي: الْهدى من الضَّلَالَة ﴿فَمَنْ يكفر بالطاغوت﴾ بالشيطان ﴿وَيُؤْمِنْ بِاللَّهِ فَقَدِ اسْتَمْسَكَ بِالْعُرْوَةِ الْوُثْقَى لَا انْفِصَامَ لَهَا﴾ أَي: لَا انْقِطَاع لَهَا.