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Tafsīr al-Qurʾān al-ʿAzīz von Ibn Abī Zamanīn
Band 1 · Seite 45636

Übersetzung · DE

„Als sie sie dann zur Welt gebracht hatte, sagte sie: ‚Mein Herr, ich habe sie als Mädchen zur Welt gebracht.‘ – und Gott weiß am besten, was sie zur Welt gebracht hat.“ Und sie wird in einer anderen Lesart gelesen: „...was sie (selbst, also Maria bei der Geburt Jesu) zur Welt brachte.“ „Und der Knabe ist nicht wie das Mädchen. Und ich habe sie Maria genannt, und ich stelle sie und ihre Nachkommenschaft unter Deinen Schutz vor dem gesteinigten Satan“, das heißt: dem Verfluchten, damit er nicht sie und sie (die Nachkommen) irreführt. „Da nahm sie ihr Herr in gütiger Weise an und ließ sie auf schöne Weise heranwachsen und vertraute sie Sacharja an.“ Das heißt: Er nahm sie zu sich. In der Exegese derer, die die Lesart mit einfachem ‚f‘ (kafalaha) vortragen, und diejenigen, die sie mit verdoppeltem ‚f‘ (kaffalaha) lesen, sagen: „Er (Gott) vertraute sie Sacharja an“, wobei Sacharja im Akkusativ steht.

Al-Kalbi sagte: „Als sie sie zur Welt gebracht hatte“, wickelte sie sie in ihre Tücher (Blatt 45) und sandte sie dann zum Tempel von Jerusalem und legte sie dort ab. Da stritten sich die Schriftgelehrten, die Söhne Aarons, um sie. Sacharja sagte zu ihnen: „Ich habe von euch das größte Anrecht auf sie, da ihre Schwester bei mir ist, also überlasst sie mir.“ Die Schriftgelehrten entgegneten: „Wenn sie ihrem nächsten Verwandten überlassen würde, dann ihrer Mutter. Vielmehr wollen wir das Los um sie werfen; sie gebührt dem, dessen Los herausfällt.“ Sie warfen das Los um sie mit ihren Schreibrohren, mit denen sie die Offenbarung aufzeichneten. Sacharja gewann das Los gegen sie, nahm sie zu sich und suchte für sie eine Amme. Als sie dann heranwuchs, baute er für sie eine Gebetsnische im Tempel, deren Tür er in der Mitte anbrachte, sodass man sie nur über eine Leiter erreichen konnte, und niemand außer ihm war für ihre Sicherheit verantwortlich.

Arabisch (Quelle)

﴿فَلَمَّا وَضَعَتْهَا قَالَتْ رَبِّ إِنِّي وَضَعْتُهَا أُنْثَى وَاللَّهُ أَعْلَمُ بِمَا وضعت﴾ وَهِي تقْرَأ على وَجه آخر: ﴿وَاللَّهُ أَعْلَمُ بِمَا وَضَعَتْ﴾ ﴿وَلَيْسَ الذَّكَرُ كَالأُنْثَى وَإِنِّي سَمَّيْتُهَا مَرْيَمَ وَإِنِّي أُعِيذُهَا بِكَ وَذُرِّيَّتَهَا مِنَ الشَّيْطَان الرَّجِيم﴾ أَي: الملعون أَن يضلها وإياهم ﴿فَتَقَبَّلَهَا رَبُّهَا بِقَبُولٍ حَسَنٍ وَأَنْبَتَهَا نَبَاتًا حَسَنًا وَكَفَلَهَا زَكَرِيَّا﴾ أَي: ضمهَا إِلَيْهِ؛ فِي تَفْسِير من خفف قرَاءَتهَا، وَمن ثقلهَا يَقُولُ: ﴿وَكَفَّلَهَا﴾ أَي: فكفلها اللَّه زَكَرِيَّا، بِنصب زَكَرِيَّا.

قَالَ الْكَلْبِيّ: ﴿فَلَمَّا وَضَعَتْهَا﴾ لفتها فِي خرقها، (ل ٤٥) ثمَّ أرْسلت بِهَا إِلَى مَسْجِد بَيت الْمُقَدّس، فَوَضَعتهَا فِيهِ فتنافسها الْأَحْبَار بَنو هَارُون، فَقَالَ لَهُم زَكَرِيَّا: أَنا أحقكم بِهَا عِنْدِي أُخْتهَا فذروها لِي، فَقَالَت الْأَحْبَار: لَو تركت لأَقْرَب النَّاس إِلَيْهَا لتركت لأمها، وَلَكنَّا نقترع عَلَيْهَا؛ فَهِيَ لمن خرج سَهْمه، فاقترعوا عَلَيْهَا بأقلامهم الَّتِي كَانُوا يَكْتُبُونَ بِهَا الْوَحْي، فقرعهم زَكَرِيَّا، فَضمهَا إِلَيْهِ، واسترضع لَهَا؛ حَتَّى إِذا شبت بنى لَهَا محرابا فِي الْمَسْجِد، وَجعل بَابه فِي وَسطه لَا يرتقى إِلَيْهَا إِلَّا بسلم، وَلا يَأْمَن عَلَيْهَا غَيره.

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