﴿يَا أَيهَا الَّذِينَ آمَنُوا لَا يَحِلُّ لَكُمْ أَن ترثوا النِّسَاء كرها﴾ (O ihr, die ihr glaubt! Es ist euch nicht erlaubt, die Frauen gegen ihren Willen zu erben). Im Zustand der Unwissenheit (Dschahiliyya) starb ein Mann und hinterließ seine Ehefrau; da warf sein Erbberechtigter (Wali) ein Tuch auf sie. Wollte er sie heiraten, so heiratete er sie, andernfalls ließ er sie, bis sie starb, und erbte dann von ihr – es sei denn, sie begab sich zu ihrer Familie, bevor er ein Tuch auf sie geworfen hatte, dann war sie selbstbestimmter über sich selbst. ﴿وَلَا تعضلوهن﴾ (Und hindert sie nicht daran) – das heißt: haltet sie nicht zurück –, ﴿لِتَذْهَبُوا بِبَعْضِ مَا آتَيْتُمُوهُنَّ﴾ (damit ihr einen Teil dessen, was ihr ihnen gegeben habt, wegnehmt), das heißt: die Brautgabe (Sadaq). ﴿إِلا أَنْ يَأْتِينَ بِفَاحِشَة مبينَة﴾ (es sei denn, sie begehen eine offenkundige Abscheulichkeit). Es wurde dem Mann verboten, seiner Ehefrau zu schaden, wenn er kein Bedürfnis mehr nach ihr hatte, indem er sie gefangen hielt, damit sie sich von ihm freikauft. ﴿إِلا أَنْ يَأْتِين بِفَاحِشَة مبينَة﴾: Einige interpretieren dies so, dass sie die Aufmüpfige (Naschiza) ist und sich von ihm loskauft (Khul‘). Die offenkundige Abscheulichkeit ist ihr Ungehorsam und ihre Aufmüpfigkeit.
﴿يَا أَيهَا الَّذِينَ آمَنُوا لَا يَحِلُّ لَكُمْ أَن ترثوا النِّسَاء كرها﴾ كَانَ الرجل فِي الْجَاهِلِيَّة يَمُوت عَن امْرَأَته، فيلقي وليه عَلَيْهَا ثوبا؛ فَإِن أحب أَن يَتَزَوَّجهَا تزَوجهَا، وَإِلَّا تَركهَا حَتَّى تَمُوت، فيرثها، إِلَّا أَن تذْهب إِلَى أَهلهَا من قبل أَن يلقِي عَلَيْهَا ثوبا، فَتكون أَحَق بِنَفسِهَا ﴿وَلَا تعضلوهن﴾ تحبسوهن ﴿لِتَذْهَبُوا بِبَعْضِ مَا آتَيْتُمُوهُنَّ﴾ يَعْنِي: الصَدَاق ﴿إِلا أَنْ يَأْتِينَ بِفَاحِشَة مبينَة﴾ نُهِيَ الرجل إِذا لم يكن لَهُ بامرأته حَاجَة أَن يَضرهَا فيحبسها لتفتدي مِنْهُ ﴿إِلا أَنْ يَأْتِين بِفَاحِشَة مبينَة﴾ تَفْسِير بَعضهم: إِلَّا أَن تكون هِيَ النَّاشِزَة فتختلع مِنْهُ. الْفَاحِشَة المبينة: عصيانها ونشوزها.