„in geziemender Weise“, das bedeutet: was sie an Brautgabe untereinander vereinbart haben. „keusch und nicht Unzucht treibend“, das bedeutet: verheiratet und nicht treulos. „und nicht sich Liebhaber nehmend“, wobei die Unzucht (Musafaha) die offene Begehung von Ehebruch bedeutet, während diejenige, die einen Liebhaber (Chidan) hat, diejenige ist, die im Verborgenen einen Freund hatte. „Wenn sie dann verheiratet sind“, Qatada sagte dazu: Das bedeutet, wenn sie durch Ehemänner geschützt sind. „und sie eine abscheuliche Tat begehen“, das bedeutet: Ehebruch, „so kommt ihnen die Hälfte der Strafe zu, die für die keuschen Frauen“, das bedeutet: die freien Frauen, „gilt“, das bedeutet: von der Bestrafung (durch Auspeitschung); sie werden mit fünfzig Peitschenhieben bestraft, und es gibt für sie keine Steinigung, selbst wenn sie einen Ehemann hat. „Dies gilt für denjenigen unter euch, der in Bedrängnis gerät“, Qatada sagte: Gott hat die Heirat von gläubigen Sklavinnen nur demjenigen erlaubt, der in Bedrängnis (Al-Anat) gerät – und Al-Anat bedeutet Bedrängnis –, das heißt: jemand, der kein Mittel findet, um enthaltsam zu leben, und nicht geduldig sein kann und deshalb Ehebruch begeht. „Und dass ihr geduldig seid, ist besser für euch“, das bedeutet: hinsichtlich der Heirat von Sklavinnen.