103 - Uns berichtete ʿAbd Allāh ibn Rūmī al-Yamāmī, uns berichtete Ismāʿīl ibn ʿAbd al-Karīm, von ʿAbd al-Ṣamad ibn Maʿqil, von Wahb ibn Munabbih, der sagte: Einer der Taschendiebe fragte ihn und sagte: „O Abū ʿAbd Allāh, hast du von einer Prüfung oder Bestrafung gehört, die härter ist als das, worin wir uns befinden?“ Er sagte: „Wenn ihr das betrachtet, worin ihr euch befindet, im Vergleich zu dem, was vergangen ist, so wäre das, worin ihr euch befindet, gleichsam wie Rauch neben dem Feuer.“
Er sagte weiter: „Eine Frau von den Kindern Israels namens Sāra und ihre sieben Söhne wurden zu einem König gebracht, der die Menschen versuchte, Schweinefleisch zu essen. Da rief er den ältesten von ihnen herbei, brachte ihm Schweinefleisch nahe und sagte: ‚Iss!‘ Er sagte: ‚Niemals würde ich etwas essen, das Gott mir verboten hat.‘ Da befahl er es, und seine beiden Hände und seine beiden Beine wurden abgeschnitten, und er zerstückelte ihn Glied für Glied, bis er ihn tötete. Dann rief er den nächsten herbei und sagte: ‚Iss!‘ Er sagte: ‚Niemals würde ich etwas essen, das Gott mir verboten hat.‘ Da befahl er einen Kupferkessel, der mit Pech gefüllt und zum Kochen gebracht wurde; als er kochte, warf er ihn hinein. Dann rief er den nächsten herbei und sagte: ‚Iss!‘ Er sagte: ‚Du bist vor Gott demütiger, geringer und unbedeutender, als dass ich etwas essen würde, das Gott mir verboten hat.‘ Da lachte der König und sagte dann: ‚Wisst ihr, was er mit seiner Beschimpfung gegen mich beabsichtigte? Er wollte mich erzürnen, damit ich seine Tötung übereile, aber das soll ihm misslingen!‘ Er befahl über ihn, und die Haut seines Nackens wurde eingeschnitten; dann befahl er, dass die Haut seines Kopfes und seines Gesichts abgezogen werde, und sie wurde gänzlich abgezogen. Und er hörte nicht auf, jeden einzelnen von ihnen mit einer anderen Art der Qual zu töten als die Tötung seines Bruders, bis der jüngste von ihnen übrig blieb. Da wandte er sich zu ihm und seiner Mutter und sagte zu ihr: ‚Ich habe wahrlich Mitleid mit dir wegen dem, was du gesehen hast. Geh mit diesem deinem Sohn, ziehe dich mit ihm zurück und bewege ihn dazu, einen einzigen Bissen zu essen, damit er für dich am Leben bleibt.‘ Sie sagte: ‚Ja.‘ Da zog sie sich mit ihm zurück und sagte: ‚O mein Sohn, wisse, dass jeder Mann von deinen Brüdern ein Recht an mir hatte, du aber zwei Rechte an mir hast. Das liegt daran, dass ich jeden Mann von ihnen zwei Jahre lang gestillt habe; dann starb dein Vater, als du eine Schwangerschaft warst. Und als ich dich gebar, habe ich dich wegen deiner Schwäche und meines Erbarmens mit dir vier Jahre lang gestillt. Somit habe ich zwei Rechte an dir. So bitte ich dich bei Gott und meinem Recht an dir, dass du geduldig bleibst und nichts von dem isst, was Gott dir verboten hat, damit ich deine Brüder am Tag der Auferstehung nicht treffe, während du nicht bei ihnen bist.‘ Er sagte: ‚Alles Lob gebührt Gott, Der mich dies von dir hören ließ! Ich befürchtete nur, du würdest mich dazu bewegen wollen, das zu essen, was Gott mir verboten hat.‘ Dann brachte sie ihn zum König und sagte: ‚Hier ist er, ich habe auf ihn eingewirkt und ihn entschlossen gemacht.‘ Da befahl ihm der König zu essen, aber er sagte: ‚Niemals würde ich etwas essen, das Gott, der Erhabene, mir verboten hat.‘ So tötete er ihn und vereinte ihn mit seinen Brüdern. Und er sagte zu ihrer Mutter: ‚Ich spüre wahrlich, dass ich noch mehr Mitleid mit dir habe wegen dem, was du heute gesehen hast. Wehe dir, iss einen Bissen, dann tue ich mit dir, was du willst, und gebe dir, was du wünschst, wovon du leben kannst.‘ Sie sagte: ‚Soll ich die Trauer um meine Kinder mit dem Ungehorsam gegenüber Gott vereinen? Selbst wenn ich nach ihnen weiterleben würde, wollte ich das nicht, und niemals würde ich irgendetwas essen, das Gott mir verboten hat.‘ Da tötete er sie und vereinte sie mit ihren Söhnen.“
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