188 - Mir berichtete Ibrāhīm ibn ʿAbdullāh, uns berichtete ʿAmr ibn Khālid, uns berichtete ʿAbdullāh ibn Lahīʿa, uns berichtete ʿAṭāʾ ibn Dīnār al-Hudhali, von Saʿīd ibn Jubayr, der sagte: „Geduld ist von zweierlei Art: Die eine Art ist die Geduld gegenüber dem, was Gott verboten hat, sowie die Geduld bei dem, was Gott an Seinem Gottesdienst zur Pflicht gemacht hat; und das ist die vorzüglichere Geduld. Die andere Geduld betrifft die Unglücke: Sie ist das Eingestehen der Seele gegenüber Gott für das, was den Diener getroffen hat, sowie das Erhoffen des Lohnes bei Gott in Erwartung Seiner Belohnung. Dies ist jene Geduld, für die Er großen Lohn gewährt. Und du findest gewiss einen Mann, der beim Unglück geduldig und standhaft ist, ohne dabei auf den Lohn bei Gott zu hoffen oder Seine Belohnung zu erwarten; in allen Religionsgemeinschaften findest du Standhafte beim Unglück. Wenn du also über die Geduld bei Unglücken nachdenkst, so ergeben sich zweierlei Arten der Geduld: Die eine ist für Gott, und die andere ist ein Charakterzug, der im Menschen liegt.“
Und er wurde nach der Bestürzung gefragt, da sagte er: „Die Bestürzung ist von zweierlei Art: Die eine betrifft die Sünden, indem der Mann zu ihnen hin stürzt; die andere betrifft die Unglücke. Was nun die Bestürzung beim Unglück angeht, so besteht sie darin, dass der Diener es nicht bei Gott erhofft und nicht auf dessen Belohnung hofft, sondern sieht, dass es etwas Übles ist, das ihn getroffen hat. Das ist die Bestürzung, und er tut dies, während er sich standhaft zeigt und an ihm nichts als Geduld erscheint.“
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