107 - ʿAbd Allāh überlieferte uns und sagte: Und Ḥassān, ein Beduine vom Stamme Banū Asad, trug mir vor:
Wahrlich, das Schamgefühl und die Treue sind dahingegangen,
ihre Männer sind zugrunde gegangen, und der Schaum ist geblieben.
Und die Zeit hat mich Menschen ausgeliefert,
die wie die Wölfe sind, welche heulen.
Wenn ich zu ihnen komme, stoßen sie mich von sich ab,
als wäre ich ein Räude-Kranker, den eine Krankheit befallen hat.
Sie sind mir Freunde, wenn ich ihrer nicht bedarf,
und Feinde, wenn das Unheil hereinbricht.
Ich sage, und für dieses Wort werde ich nicht getadelt:
Möge über alle Brüder der Untergang kommen! (1)
Anmerkungen
- (1) al-Khaṭṭābī führte es in „al-ʿUzla“ (S. 86) an; er sagte: Ibn Abī ad-Dunyā trug es mir so vor.
Das Wort at-Tadhammum stammt von tadhammama ar-radjul: wenn er etwas verabscheut, sich schämt oder sich selbst tadelt und beschuldigt.
Und al-Khaṭṭābī sagte, indem er die Aussage dieses Dichters kommentierte: „Dies ist eine scheußliche Aussage und eine harte Rede. Die Brüderlichkeit ist vor solchen Eigenschaften geschützt, und behüte Gott, dass über die Brüderlichkeit das Vergessen komme! Die Leute haben sich lediglich im Begriff geirrt, sodass sie ihn dem verliehen, der seiner nicht würdig ist, und ihn dem gaben, dem er nicht zusteht; so nannten sie Bekannte ‚Brüder‘ und fingen dann an, die Brüderlichkeit zu tadeln und die Freundschaft ihretwegen zu schmähen, und dies ist Unrecht und Übertreibung.“
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