[Seine Aussage – Er ist erhaben –: „Wir boten das Treuhandgut an...“ – bis zum Ende des Verses]
17810 – Von Ibn 'Abbas – Gott sei mit ihnen beiden zufrieden – über Seine Aussage: „Wir boten das Treuhandgut an...“ – bis zum Ende des Verses. Er sagte: „Das Treuhandgut sind die religiösen Pflichten. Gott bot es den Himmeln, der Erde und den Bergen an: Wenn sie es erfüllten, würde Er sie belohnen, und wenn sie es vernachlässigten, würde Er sie bestrafen. Sie verabscheuten dies und fürchteten sich, nicht aus Ungehorsam, sondern aus Ehrfurcht vor der Religion Gottes, dass sie es nicht erfüllen könnten. Dann bot Er es Adam an, und er nahm es samt dem an, was darin enthalten war. Dies ist Seine Aussage: ‚...und der Mensch lud sie auf. Er ist ja frevelhaft und töricht.‘, das heißt: unwissend bezüglich der Angelegenheit Gottes.“ (1)
17811 – Von Abu al-'Aliya – Gott sei mit ihm zufrieden – über Seine Aussage: „Wir boten das Treuhandgut den Himmeln und der Erde an...“ Er sagte: „Das Treuhandgut: Das, wozu sie befohlen und wovon sie abgehalten wurden.“ Und über Seine Aussage: „...und der Mensch lud sie auf.“ Er sagte: „Adam.“ (2)
17812 – Er sagte: „Gott bot das Treuhandgut dem untersten Himmel an, doch er lehnte ab. Dann bot Er es dem Himmel an, der darauf folgte, bis Er alle durchgegangen war. Dann bot Er es der Erde an, dann den Bergen. Dann bot Er es Adam – Friede sei auf ihm – an, und er sagte: ‚Ja.‘ Zwischen meinen Ohren und meinen Schultern. Gott sagte: ‚So sind es drei Dinge, zu denen ich dich befehle, denn sie werden dir eine Hilfe sein: Ich habe dir ein Augenlicht gegeben und zwei Augenlider; so schließe sie gegen alles, von dem Ich dich abgehalten habe. Ich habe dir eine Zunge zwischen zwei Kiefern gegeben; so zügle sie gegenüber allem, von dem Ich dich abgehalten habe. Ich habe dir ein Schamteil gegeben und es verborgen; so enthülle es nicht für das, was Ich dir verboten habe.‘“ (3)
17813 – Von Ibn Jurayj – Gott sei mit ihm zufrieden – über den Vers. Er sagte: „Es hat mich erreicht, dass Gott, der Erhabene, als Er die Himmel, die Erde und die Berge erschuf, sagte: ‚Ich werde eine Pflicht auferlegen und ein Paradies sowie ein Feuer erschaffen, und eine Belohnung für denjenigen, der mir gehorcht, sowie eine Bestrafung für denjenigen, der mir ungehorsam ist.‘ Da sagte der Himmel: ‚Du hast mich erschaffen, und in mir sind Sonne, Mond, Sterne, Wolken, Wind und die verborgenen Dinge dienstbar gemacht worden. Ich bin also dienstbar für das, wozu Du mich erschaffen hast; ich trage keine Pflicht und begehre weder Belohnung noch Bestrafung.‘ Und die Erde sagte: ‚Du hast mich erschaffen und dienstbar gemacht und in mir Flüsse entspringen lassen, und Du hast aus mir Früchte hervorgebracht. Du hast mich für das erschaffen, was Du wolltest, so bin ich dienstbar für das, wozu Du mich erschaffen hast; ich trage keine Pflicht und begehre weder Belohnung noch Bestrafung.‘ Und die Berge sagten: ‚Du hast mich als Festungen der Erde erschaffen, so bin ich so, wie Du mich erschaffen hast; ich trage keine Pflicht und begehre weder Belohnung noch Bestrafung.‘ Als Gott dann Adam erschuf, bot Er es ihm an, und er lud sie auf. ‚Er ist ja frevelhaft‘ – er frevelte gegen sich selbst in seinem Fehltritt – ‚töricht‘ – unwissend über die Konsequenz dessen, was er auf sich lud.“ (4)
(1) al-Durr 6/669. (2) al-Durr 6/669. (3) al-Durr 6/669. (4) al-Durr 6/670.