Sure 64: Die gegenseitige Täuschung (at-Tagabun)
Seine Worte, der Erhabene: "Und Er hat euch gestaltet und eure Gestalten schön gemacht."
18902 - Von Abu Dharr, er sagte: Der Gesandte Gottes (möge Gott ihn segnen und ihm Frieden schenken) sagte: "Wenn der Tropfen (Sperma) vierzig Nächte im Mutterleib verweilt, kommt der Engel der Seelen zu ihm und steigt mit ihm zum Herrn empor. Er sagt: 'O Herr, männlich oder weiblich?' Dann entscheidet Gott, was Er entscheidet. Er sagt: 'Elend oder glücklich?' Dann schreibt Er auf, was ihm begegnen wird." Abu Dharr rezitierte daraufhin fünf Verse vom Anfang der Sure at-Tagabun bis zu Seinen Worten: "Und Er hat euch gestaltet und eure Gestalten schön gemacht, und zu Ihm ist der Ausgang." (1)
Seine Worte, der Erhabene: "at-Tagabun (Die gegenseitige Täuschung)"
18903 - Von Ibn 'Abbas: Der Tag der gegenseitigen Täuschung (at-Tagabun) gehört zu den Namen des Tages der Auferstehung. (2)
Seine Worte, der Erhabene: "O ihr, die ihr glaubt! Wahrlich, unter euren Gattinnen und euren Kindern gibt es einen Feind für euch..."
18904 - Muhammad ibn Khalaf al-'Asqalani berichtete uns, al-Firyabi berichtete uns, Isra'il berichtete uns, Simak ibn Harb berichtete uns von 'Ikrimah, von Ibn 'Abbas, dass ihn ein Mann nach diesem Vers fragte: "O ihr, die ihr glaubt! Wahrlich, unter euren Gattinnen und euren Kindern gibt es einen Feind für euch, so seid vor ihnen auf der Hut." Er sagte: "Dies bezieht sich auf Männer, die in Mekka den Islam annahmen und zum Gesandten Gottes (möge Gott ihn segnen und ihm Frieden schenken) kommen wollten. Doch ihre Gattinnen und ihre Kinder weigerten sich, sie ziehen zu lassen. Als sie dann zum Gesandten Gottes (möge Gott ihn segnen und ihm Frieden schenken) kamen und sahen, dass die Menschen bereits ein Verständnis für die Religion erlangt hatten, beabsichtigten sie, sie (die Angehörigen) dafür zu bestrafen. Da sandte Gott diesen Vers herab: 'Wenn ihr aber verzeiht, nachsichtig seid und vergebt, dann ist Gott wahrlich allvergebend und barmherzig.'" (3)
Seine Worte, der Erhabene: "So fürchtet Gott, soweit ihr könnt."
18905 - Von Sa'id ibn Jubayr (möge Gott mit ihm zufrieden sein), er sagte: Als "Fürchtet Gott, wie es Ihm gebührt" herabgesandt wurde, wurde das Handeln für das Volk schwer. Sie standen im Gebet, bis ihre Fersen anschwollen und ihre Stirnen wund wurden. Da sandte Gott eine Erleichterung für die Muslime herab: "So fürchtet Gott, soweit ihr könnt", und der erste Vers wurde aufgehoben. (4)
18906 - Abu Zur'ah berichtete uns, Yahya ibn 'Abd Allah ibn Bukayr berichtete uns, Ibn Lahi'ah berichtete mir, 'Ata', das ist Ibn Dinar, berichtete mir von Sa'id ibn Jubayr zu Seinen Worten: "Fürchtet Gott, wie es Ihm gebührt, und sterbt nicht anders als als Muslime." Er sagte: "Als der Vers herabgesandt wurde, wurde das Handeln für das Volk schwer. Sie standen im Gebet, bis ihre Fersen anschwollen und ihre Stirnen wund wurden. Da sandte Gott eine Erleichterung für die Muslime herab: 'So fürchtet Gott, soweit ihr könnt', und der erste Vers wurde aufgehoben." (5)
(1) ad-Durr 8/183. (2) ad-Durr 8/183. [.....] (3) Ibn Kathir 8/165 und ad-Durr 184. (4) ad-Durr 8/185. (5) ad-Durr 8/185.