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Tafsīr Ibn Abī Ḥātim
Band 10 · Seite 99

Übersetzung · DE

mit ihrem Haar. Ihr Ehemann war als Kämpfer auf dem Weg Allahs unterwegs. Da schrieb Dawud (Friede sei auf ihm) an den Befehlshaber der Kämpfer: „Schaue hin und setze ihn an die Spitze der Träger der Bundeslade (Tabut); entweder sie siegen, oder sie werden getötet.“ Er setzte ihn also an die Spitze der Träger der Bundeslade, und er wurde getötet. Als ihre Wartezeit (Idda) abgelaufen war, hielt Dawud (Friede sei auf ihm) um ihre Hand an. Sie stellte ihm die Bedingung, dass, wenn sie einen Jungen gebären würde, dieser der Nachfolger nach ihm sein solle. Sie rief fünf Männer aus den Kindern Israels als Zeugen für ihn an und er verfasste darüber ein Dokument. Er empfand in sich selbst, dass er (dies) geschrieben hatte, bis sie Sulaiman (Friede sei auf ihm) gebar. Er wuchs heran, und da stiegen die beiden Männer (als Engel) über die Mauer in die Gebetsnische (Mihrab) ein, und es geschah mit ihnen das, was Allah der Erhabene in Seinem Buch berichtet hat. Da fiel Dawud (Friede sei auf ihm) niederwerfend (in Sujud) nieder, woraufhin Allah ihm vergab und seine Reue annahm.

18344 - Von Anas (radi Allahu 'anhu), er sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs (salla Allahu 'alayhi wa sallam) sagen: „Als Dawud (Friede sei auf ihm) die Frau erblickte, traf er eine Anordnung unter den Kindern Israels und gab dem Anführer des Heeres einen Befehl. Er sagte: ‚Wenn der Feind erscheint, lasst jenen Mann vor der Bundeslade (Tabut) kämpfen.‘ Die Bundeslade war in jener Zeit ein Mittel, durch das man sich Beistand erhoffte; wer vor der Bundeslade platziert wurde, kehrte nicht zurück, es sei denn, er wurde getötet oder das Heer floh vor ihm.“ Er wurde getötet und er heiratete die Frau. Die zwei Engel stiegen zu Dawud (Friede sei auf ihm) herab, woraufhin er sich niederwarf. Er verharrte vierzig Nächte in der Niederwerfung, bis das Gras durch seine Tränen auf seinem Kopf wuchs und die Erde seine Stirn zerriss. Dabei sagte er in seiner Niederwerfung: ‚Mein Herr, Dawud ist ein Fehltritt unterlaufen, der weiter ist als das, was zwischen Ost und West liegt. Mein Herr, wenn Du Dich nicht der Schwäche Dawuds erbarmst und seine Sünden vergibst, wird seine Sünde zu einer Geschichte unter den Geschöpfen nach ihm werden.‘

Jibril (Friede sei auf ihm) kam nach vierzig Nächten und sagte: ‚O Dawud, Allah hat dir wahrlich vergeben. Du hast (doch) gewusst, dass Allah gerecht ist und sich nicht neigt. Wie wird es (dann) jenem Mann ergehen, wenn er am Tag der Auferstehung kommt?‘ Er sagte: ‚O mein Herr, (was ist mit) meinem Blut, das bei Dawud ist?‘ Jibril sagte: ‚Du hast Deinen Herrn nicht danach gefragt; wenn du willst, werde ich es tun.‘ Er sagte: ‚Ja.‘ Da freute sich Jibril. Dawud (Friede sei auf ihm) warf sich nieder und verharrte, so lange Allah wollte. Dann kam er herab und sagte: ‚Ich habe Allah, o Dawud, wegen dessen gefragt, weswegen du mich gesandt hast. Er sagte: Sag zu Dawud: Wahrlich, Allah wird euch beide am Tag der Auferstehung versammeln und Er wird sagen: „Schenke mir das Blut, das bei Dawud ist.“ Er wird sagen: „Es ist dir (erlassen).“ Er wird sagen: „Dann hast du im Paradies, was immer du willst, was immer du dir als Ausgleich wünschst.“‘

Anmerkungen

(1) Al-Durr 7/155. (2) Siehe den vorherigen Kommentar. (3) Al-Durr 7/156-157.

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