nach Medina auswandern wollte, sagte er zu seinen Gefährten: ‚Trennt euch von mir. Wer die Kraft dazu hat, der möge bis zum letzten Teil der Nacht aufbrechen, und wer nicht die Kraft dazu hat, der möge im ersten Teil der Nacht gehen. Wenn ihr hört, dass ich sicher auf der Erde angekommen bin, dann folgt mir nach.‘ Bilāl, der Muezzin, Ḫabbāb, ʿAmmār und ein Sklavenmädchen aus dem Stamm der Quraiš, die den Islam angenommen hatte, blieben in Mekka zurück. Die Götzendiener und Abū Ǧahl ergriffen sie. Sie verlangten von Bilāl, vom Glauben abzufallen, doch er weigerte sich. Sie legten ihm einen Panzer aus Eisen in die Sonne und zogen ihn ihm an. Sobald sie ihn ihm angelegt hatten, sprach er: ‚Einer... Einer...‘ Was Ḫabbāb betrifft, so zogen sie ihn durch die Dornen. Was ʿAmmār betrifft, so sagte er ihnen ein Wort, das sie aufgrund der Taqiyya (Verstellung) zufriedenstellte. Was das Sklavenmädchen betrifft, so schlug Abū Ǧahl vier Pflöcke für sie ein, spannte sie aus und stieß ihr den Speer in ihre Schamgegend, bis er sie tötete. Dann ließen sie von Bilāl, Ḫabbāb und ʿAmmār ab. Diese schlossen sich dem Gesandten Gottes, Gottes Segen und Friede seien auf ihm, an und berichteten ihm von dem, was ihnen widerfahren war. ʿAmmār war es schwer um das Herz wegen dessen, was er gesagt hatte. Da sagte der Gesandte Gottes, Gottes Segen und Friede seien auf ihm, zu ihm: ‚Wie war dein Herz, als du sagtest, was du sagtest? War es mit dem, was du sagtest, im Reinen oder nicht?‘ Er antwortete: ‚Nein.‘ Er sprach: ‚Da sandte Gott herab: „Außer demjenigen, der gezwungen wird, während sein Herz im Glauben geborgen ist.“‘ (1).
12667 - Über einen Weg von Abū ʿUbaida ibn Muhammad ibn ʿAmmār, von seinem Vater. Er sagte: Die Götzendiener ergriffen ʿAmmār ibn Yāsir und ließen ihn nicht frei, bis er den Propheten, Gottes Segen und Friede seien auf ihm, beschimpfte und ihre Götter lobte. Dann ließen sie ihn frei. Als er zum Gesandten Gottes, Gottes Segen und Friede seien auf ihm, kam, sagte dieser: ‚Gibt es etwas hinter dir (was du zu berichten hast)?‘ Er sagte: ‚Böses. Ich wurde nicht losgelassen, bis ich dich beschimpfte und ihre Götter lobte.‘ Er fragte: ‚Wie empfindest du dein Herz?‘ Er sagte: ‚Im Glauben geborgen.‘ Er sagte: ‚Wenn sie zurückkehren, dann kehre (auch du) zurück (zu dem, was du sagtest).‘ Daraufhin wurde herabgesandt: „Außer demjenigen, der gezwungen wird, während sein Herz im Glauben geborgen ist.“ (2).
12668 - Von Muhammad ibn Sīrīn. Er sagte: Dieser Vers „Außer demjenigen, der gezwungen wird“ wurde bezüglich ʿAyyāš ibn Abī Rabīʿa herabgesandt (3).
12669 - Von Muǧāhid. Er sagte: Dieser Vers wurde bezüglich einer Gruppe von Leuten aus Mekka herabgesandt, die den Glauben annahmen. Einige der Gefährten in Medina schrieben ihnen: ‚Wandert aus, denn wir betrachten euch nicht als zu uns gehörig, bis ihr zu uns auswandert.‘ Sie machten sich auf den Weg in der Absicht, nach Medina zu gelangen, doch die Quraiš erreichten sie unterwegs und brachten sie in Versuchung, sodass sie unter Zwang vom Glauben abfielen. Über sie wurde dieser Vers herabgesandt (4).
12670 - Über einen Weg von ʿAlī, von Ibn ʿAbbās bezüglich Seiner Worte: „Wer an Gott ungläubig ist...“ (der Vers).
(1). ad-Durr 5/170-171. (2). ad-Durr 5/170-171. (3). ad-Durr 5/170-171. (4). ad-Durr 5/170-171.