Sechster Abschnitt:
Diejenigen, die sich einer wertenden Aussage (al-Waqf) hinsichtlich der Bestätigung der „Begrenzung“ (al-Ḥadd) für Allah, den Erhabenen, enthielten.
Aus dem Vorangegangenen ist uns deutlich geworden, dass der Grund dafür, dass die Leute der Sunna und der Gemeinschaft (Ahl al-Sunna wal-Ǧamāʿa) die Begrenzung (al-Ḥadd) in Bezug auf Allah, den Erhabenen, erwähnten, darin lag, das Abweichen und die Irreleitung der Dschahmiten (al-Ǧahmiyya) aufzudecken. Diese hatten das einfache Volk hinsichtlich ihres Glaubens an die Erhabenheit Allahs (ʿUluww) mit Seinem Wesen über Seine Schöpfung im Unklaren gelassen, indem sie zu sagen pflegten:
„Der Schöpfer unterscheidet sich nicht von der Schöpfung, vielmehr ist Er mit Seinem Wesen an jedem Ort bei ihnen.“
Daraufhin bestätigten die Leute der Sunna und der Gemeinschaft die Erhabenheit des Herrn über Seinen Thron und Seine Getrenntheit (Baynūna) von Seiner Schöpfung. Um dies weiter zu verdeutlichen und zu erklären, verwendeten sie – als zusätzliche Erläuterung – den Ausdruck: „Getrennt von Seiner Schöpfung, mit einer Begrenzung (bi-ḥadd)“, um diese Glaubensüberzeugung in den Herzen des einfachen Volkes zu festigen und die Trugschlüsse der Dschahmiten zu entlarven.
Diese Angelegenheit weist eine Ähnlichkeit mit der Frage des Korans auf, nämlich dass er das Wort Allahs und unerschaffen ist. Die Angehörigen des ersten Jahrhunderts hielten an der Aussage fest, dass er das Wort Allahs sei, und erklärten nicht ausdrücklich, dass er unerschaffen sei, bis die Dschahmiten aufkamen und explizit die Erschaffenheit des Korans behaupteten. Sie unterzogen die Menschen diesbezüglich Prüfungen (Miḥna) und täuschten das einfache Volk in Bezug auf dessen Religion und den Glauben an das Wort Allahs, des Erhabenen.
In jener Situation konnten die Imame der Ahl al-Sunna angesichts dieses offenkundigen Unglaubens und der deutlichen Irreleitung nicht länger schweigen. Sie erklärten ausdrücklich, dass der Koran das Wort Allahs sei, und fügten zur weiteren Klarstellung hinzu, dass er „unerschaffen“ sei. Vielmehr tadelten sie sogar diejenigen, die in dieser Frage innehielten (at-Tawaqquf) und sagten: „Ich sage weder: erschaffen, noch: unerschaffen.“