• Ich fragte Ishaq: „Darf der Muezzin auf sein Haus steigen und den Adhān rufen?“ Er sagte: „Wenn dies für die Nachbarn besser zu hören und nützlicher ist, dann ist es zulässig.“
Kapitel: Die melodische Verzierung (Tarrib) im Adhān
• Ich fragte Ishaq: „Darf ein Mann seinen Adhān melodisch verzieren?“ Er sagte: „Ein schlichter Vortrag (Tasmih) ist mir lieber.“ Er fuhr fort: „Wenn er für den Adhān bezahlt wird, dann missbillige ich es – er meinte damit das Tarrib –, doch wenn es ohne Bezahlung geschieht und die Allgemeinheit dadurch motivierter ist, so ist es unbedenklich.“
517 - Es überlieferte uns Sa'id ibn Mansur, er sagte: Es berichtete uns Marhum ibn 'Abd al-'Aziz, er sagte: Mein Vater berichtete mir von Abu al-Zubayr – dem Muezzin von Jerusalem –, er sagte: 'Umar ibn al-Khattab (Allahs Wohlgefallen auf ihm) kam zu uns und sagte: „Wenn du den Adhān rufst, dann trage ihn ruhig und langsam (tarassal) vor, und wenn du die Iqāma vollziehst, dann fasse dich kurz (ihdhim).“
• Ich hörte Ishaq – bei einer anderen Gelegenheit – sagen: „Die Sunna für den Adhān ist, ihn ruhig und langsam vorzutragen, und für die Iqāma, sie kurz zu fassen. Er missbilligte das Dehnen und Strecken der Laute im Adhān und in der Iqāma; er solle entschieden und kurz vorgetragen werden.“
Kapitel: Die Wiederholung (Tarji') im Adhān
• Ich fragte Ishaq nach dem Tarji' im Adhān. Er sagte: „Es ist Sunna.“ Ich fragte: „Wenn er den Tarji' im Adhān leise vollzieht, so weit, dass er seine eigenen Ohren damit erreicht?“ Er sagte: „Ich hoffe, dass dies zulässig ist, es ist gut.“
• Ich hörte Ishaq – bei einer anderen Gelegenheit – sagen: „Die Sunna im Adhān ist in verschiedenen Formen überliefert, die sich nicht gegenseitig ausschließen. Der Konsens der Gelehrten besagt, dass der Adhān paarweise (mathna) vollzogen wird, und wenn jemand den Adhān ruft und die Phrasen wiederholt, bis er mit den Worten ‚Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist‘ fertig ist – wie es Abu Mahdhura tat –, dann ist dies gut.“