94 - Mir berichtete ʿAlī ibn al-Ḥasan ibn Mūsā, von Mūsā ibn ʿĪsā, von al-Walīd ibn Muslim, von al-Auzāʿī, der sagte: Mir berichtete einer der Weisen, der sagte: Ich zog aus mit der Absicht zum Grenzschutz (Ribāṭ), bis ich in ʿArīsch Miṣr oder nahe bei ʿArīsch Miṣr war. Da stieß ich auf ein Zelt, in dem ein Mann war, dessen Hände, Füße und Augenlicht verloren gegangen waren, und er sagte gerade: „O Gott, ich preise Dich mit einem Lob, das dem Lob Deiner Schöpfung entspricht, gemäß Deiner Huld gegenüber Deiner gesamten Schöpfung, da Du mich vor vielen Deiner Geschöpfe ausgezeichnet hast!“
Da sagte ich mir: Bei Gott, ich werde ihn fragen: Weiß er das oder wurde es ihm eingegeben?
Er sagte: Ich näherte mich ihm und grüßte ihn. Er erwiderte den Gruß.
Ich sagte: Ich möchte dich etwas fragen, wirst du es mir mitteilen?
Er sagte: Wenn ich Wissen darüber habe, werde ich es dir mitteilen.
Da sagte ich: Für welche Deiner Wohltaten preist du Ihn, oder für welche Deiner Vorzüge dankst du Ihm?
Er sagte: Siehst du denn nicht, was Er mit mir getan hat?
Er sagte: Ich sagte: Doch.
Er sagte: Bei Gott, wenn Gott, gepriesen sei Er, den Himmel als Höllenfeuer über mich gießen würde, sodass er mich verbrennt, und die Berge anweisen würde, mich zu zermalmen, und die Meere anweisen würde, mich zu ertränken, und die Erde anweisen würde, mich zu verschlingen, würde dies meine Liebe zu Ihm nur mehren und meinen Dank an Ihn nur vergrößern. Aber ich habe eine Bitte an dich: Ich habe einen kleinen Sohn, der sich zu meinen Gebetszeiten um mich zu kümmern pflegte und mich beim Fastenbrechen speiste, doch seit gestern vermisse ich ihn. Siehst du nach, ob du ihn für mich spüren kannst?
Da sagte ich mir: Das Erfüllen des Anliegens dieses Dieners ist wahrlich eine Annäherung an Gott.
Er sagte: So machte ich mich auf die Suche nach ihm, bis ich zwischen Sanddünen war. Da sah ich ein Raubtier, das den Jungen gerissen hatte und ihn fraß.
Er sagte: Ich sagte: Wir gehören Gott und zu Ihm kehren wir zurück! Wie kann ich zu diesem rechtschaffenen Diener mit Sanftmut kommen und ihm die Nachricht bringen, ohne dass er stirbt?
Er sagte: Ich ging zu ihm, grüßte ihn, und er erwiderte den Gruß.
Ich sagte: Ich möchte dich etwas fragen, wirst du es mir mitteilen?
Er sagte: Wenn ich Wissen darüber habe, werde ich es dir mitteilen.
Er sagte: Ich sagte: Ist deine Stellung bei Gott ehrwürdiger oder die von Ayyūb (Friede sei mit ihm)?
Er sagte: Vielmehr war Ayyūb (Friede und Segen Gottes seien auf ihm) bei Gott ehrwürdiger als ich und hatte bei Gott einen höheren Rang als ich.
Er sagte: Ich sagte: Hat Gott ihn nicht geprüft, woraufhin er geduldig war, bis diejenigen, die ihm vertraut hatten, zurückschreckten und er zum Ziel für die Passanten auf dem Weg wurde?
Er sagte: Doch.
Ich sagte: Nun, dein Sohn, von dem du mir erzählt hast, was du mir erzählt hast – ich ging auf die Suche nach ihm, bis ich zwischen Sanddünen war, und da sah ich ein Raubtier, das den Jungen gerissen hatte und ihn fraß.
Da sagte er: Alles Lob gebührt Gott, Der in mein Herz keine Sehnsucht nach dem Diesseits gelegt hat! Dann stieß er einen Seufzer aus und starb, möge Gott Erbarmen mit ihm haben.
Er sagte: Ich sagte: Wir gehören Gott und zu Ihm kehren wir zurück! Wer hilft mir bei seiner Ganzkörperwaschung (Gusl), seinem Leichentuch und seiner Bestattung?
Er sagte: Während ich so da war, sah ich eine Reitergruppe, die ihre Reittiere vorantrieb und zum Grenzschutz wollte.
Er sagte: Ich winkte ihnen zu, und sie kamen zu mir.
Sie sagten: Was ist mit dir und diesem hier?
Da berichtete ich ihnen von seiner Angelegenheit.
Er sagte: Sie stiegen ab, und wir wuschen ihn mit Meerwasser, hüllten ihn in Leichentücher ein aus Kleidern, die sie bei sich hatten, und ich übernahm das Gebet für ihn unter ihnen, und wir begruben ihn in jenem Zelt von ihm. Die Leute zogen weiter zu ihrem Grenzschutz, und ich verbrachte jene Nacht in seinem Zelt, um ihm nahe zu sein. Als von der Nacht so viel vergangen war wie noch übrig war, sah ich meinen Gefährten in einem grünen Garten, bekleidet mit grünen Gewändern, stehend und die Offenbarung verlesend.
Ich sagte: Bist du nicht mein Gefährte?
Er sagte: Doch.
Ich sagte: Was hat dich zu dem gebracht, was ich sehe?
Er sagte: Ich gelangte unter die Standhaften zu einer Stufe, die sie nur durch Geduld in der Drangsal und Dankbarkeit im Wohlstand erreichten.
Al-Auzāʿī sagte: Der Weise sagte zu mir: O Abū ʿAmr, was findest du verwunderlich an diesem Gottesfreund? Er nahm ihn als Freund, dann prüfte Er ihn und er war geduldig, und Er gab ihm und er dankte! Bei Gott, wenn all das, was die Gebiete der Berge umschließen und wovon die Muscheln der Meere lächeln und worüber Nacht und Tag vergehen, von Gott dem geringsten Seiner Geschöpfe gegeben würde, würde das Seinem Reich nicht das Geringste rauben.
Al-Walīd sagte: Al-Auzāʿī sagte zu mir: Seit mir der Weise diesen Hadith berichtete, habe ich die geprüften Menschen nicht aufgehört zu lieben.
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