357 - Einer der Weisen sagte: Was hält dich zurück, o du, der du dich in einem Leben abmühst, dessen Fortbestehen nicht andauert und dessen Höfe nicht frei von Schicksalsschlägen und Veränderungen bleiben, von dem, wozu der Koran dich aufgerufen hat und wofür er dir den Schleier der Zweifel zerrissen hat? Vielleicht lenken dich davon Blicke auf die Wange einer Sterblichen ab, deren frische Vollkommenheit durch Krankheiten beseitigt wird, deren schöne Gestalt durch Schicksalsschläge verstümmelt wird, deren frische Jugend im Staub vergeht und deren glänzende Erscheinung durch den Verfall in den Staub gezogen wird. Bist du in sie vernarrt und gibst dich damit zufrieden, sie anzublicken? Oder mit einer Wohnstätte, in deren Verzierung der Säulengänge die Frische deines Körpers verbraucht wurde, für deren Ausschmückung deine Seele sich anstrengte und ermüdete, und mit Vorhängen, die von den Winden in den Staub gezogen werden und mit deren Zerreißen die Tage beauftragt sind? Hast du dies als Ersatz genommen – obwohl es für dich nicht von Dauer ist – für die Wohnstätte des Lebens und ihren Ort, von der der Tod und die Kreisläufe der Veränderungen verbannt sind, die durch die Dauerhaftigkeit der Wonne vor Trübung und Dienerschaft abgeschirmt ist und die Er mit Arten von [228] Freude gefüllt hat, die nicht vergeht?
Wehe dir! So antworte deinem Herrn, gepriesen und erhaben ist Er, da Er dich in Seine Nachbarschaft gerufen hat, und richte dein Begehren auf Ihn, damit du Seine Nahestehenden in Seiner Wohnstätte begleitest, in einem weiten Hof, der mit Wonne umgeben ist und dessen Bewohner mit Ehrung ausgezeichnet sind. Dein Herr, mächtig und erhaben ist Er, nannte sie, als Er sie mit Seiner Hand erbaute, das Haus des Friedens. Er füllte sie mit den Wünschen der Gedanken der Herzen, sodass die Bitten ihrer Bewohner bei Gott, mächtig und erhaben ist Er, durch ihre Besonderheit Erfolg hatten, und Er ließ die Wünsche der Begierden an den Rändern ihrer Höfe herab. Eine Wohnstätte, die als Lohn für die Rechtschaffenen eintraf, welche das Werkzeug der Bequemlichkeit ablegten und den Bund erfüllten. Und eine Wohnstätte, die Er mit dem Gedenken gründete, als Er sie erbaute, und deren erhabene Gipfel Er mit Perlen und Rubinen erhöhte. Er bekleidete die Dünen aus stark duftendem Moschus und grauem Ambra in ihren Kuppeln, polsterte sie mit Teppichen in ihren Zelten, breitete prächtige Teppiche im Inneren ihrer weiten Plätze aus, schmückte sie mit dem Glanz ihres Seidenbrokats, umgab ihre Kissen mit Seide und hüllte sie in ein Gewand aus dem Licht Seines Throns, sodass sie erstrahlte. Wenn das, was in ihr ist, sich der Sonne enthüllen würde, würde es ihr Strahlen berühren, und wenn diese hervorträte und bliebe, um sich mit ihr zu messen, würde sie trübe werden und sich im Licht ihrer Obergemächer verdunkeln.
In den Vorderseiten dieser Zelte sind Liegen umgeben, die mit Juwelen gekrönt und mit Zweigen aus Perlen und rotem Rubin verbunden sind. Sie fahren mit den Nahestehenden Gottes, mächtig und erhaben ist Er, zusammen mit den frischen, vertrauten Gefährtinnen in den Säulengängen aus Perlen zwischen diesen Gewändern auf den Betten aus Seidenbrokat und den erlesenen Sitzplätzen, mit jenen, von dem Glanz ihrer Wangen die Blicke der Augen beinahe ermüden, und der Verstand wird irregeleitet, ohne die Eigenschaft von Jünglingen zu erfassen, als wären sie wohlbehütete Perlen. Wie ist es dann erst mit der weißen, wohlbehüteten Frau in ihren Kuppeln, die ihren Blick zurückhält, in ihrem Zelt verborgen ist, und der vertrauten, gekrönten Frau in ihren Palästen? Wo ist also ein Sehnsüchtiger nach dem Einkehren in ihre Wohnstätte, der sich anstrengt, um das Paradies mit seinen Huris zu bewohnen und in seinen Obergemächern und den Wohnstätten in seinen Palästen Wonne zu genießen, sowie den Gruß der Engel mit der frohen Botschaft von ihrem Herrn, wenn er dort eintrifft? Und sie eilen ihm zu seiner Gattin voraus, um sie mit ihm zu erfreuen, bevor er zu ihr gelangt. Da kleiden die Dienerinnen sie in Gewänder, die aus den Blütenkelchen ihrer Bäume ausreichen, und schmücken sie mit herabhängenden Ketten aus ihren kostbaren Juwelen in Schnüren aus frischen Perlen, deren Licht auf ihrem Hals erstrahlt und leuchtet und funkelt wegen der Schönheit ihres Halses, und mit aneinandergereihten Rubinen samt ihrem prächtigen Chrysolith. Und sie lässt die Reihen von Perlen über das Licht ihrer Wange herabfallen, und die Schärpe wurde über die Weichheit ihres Halses herabgelassen. Ihre Augen wetteifern [229] mit der Reinheit der Schönheit ihrer Perlen, und es ist, als wäre das Licht zwischen den Scheiteln ihres Haares einquartiert worden. Wenn sie schreitet, meinst du, der Moschus ströme aus ihren Säumen und der graue Ambra zwischen ihren Gewändern hervor. Wer könnte sie also beschreiben?
Eingehüllt über ihren Kronen, wenn sie sich mit den Umhängen und dem Band ihres Lichts verhüllen, und sie stolziert zwischen ihnen, um auf ihr Bett zu steigen, wiegt sich zwischen ihnen, zieht die Enden ihrer Zöpfe nach sich, neigt sich und schwankt zwischen ihren edlen Dienerinnen. Sie steigt zu dem Erfreuten auf das Bett ihres Reiches hinauf, umarmt ihn, und er umarmt sie für die Dauer der Welt, ohne ihrer überdrüssig zu werden. Nein, bei meinem Herrn! Vielmehr nimmt seine Bewunderung für sie zu, je länger er sie umarmt, weil sie in seinen Augen an Schönheit verdoppelt wird und er in ihren Augen an Schönheit verdoppelt wird. Wie ist es dann erst, wenn er ihr einen Becher aus einem Quell an ihren Flüssen streitig macht und sie ihn mit Bündeln von Basilikum begrüßt, die mit ihrem Ambra parfümiert sind, und ein Gesandter von seinem Herrn, mächtig und erhaben ist Er, mit einem Geschenk zu ihm kommt, das als Bettgefährtin gebracht wird? Und er begehrt etwas, und es gelangt in seinen Mund, bevor er es verlangt. Und er liebt eine andere, da verwandelt sich jene in deren Geschmack. Und eine dritte kommt ihm in den Sinn, da findet er zwischen ihnen ihre Wonne. So bleibt der Geschmack einer jeden von ihnen an seinem Gaumen in seinem Zustand. Und er wendet sich der Wohlgefälligen zu, wendet mit seiner Hand die Schönheit ihrer Hand und betrachtet sein Gesicht im Licht ihrer Halsseiten. Und er wünscht sich ein Gewand, da spalten sich die Blütenkelche von Bäumen, die sich über sie neigen, und die Gewänder fliegen aus ihnen heraus und fallen auf sie beide herab. Sein Blick hat bereits alle Farben ihrer Gewänder erfasst, den Vorzug der Farbe der Farben, die ihr folgen. Und die Falten dieser Bauchfalten schmücken das, was auf ihr ist, und der Schein des Lichts funkelt von den Wimpern ihrer Augen. Man meint, das Licht fließe, wenn sie sich in der Mitte ihres Saales anlehnt, und eine Woge ergießt sich dort vom Glanz ihres Gesichts.
O du Getäuschter, der sich vergnügt oder sie nicht begehrt, sie aus Unwissenheit vernachlässigt und ihrem Schöpfer nicht gehorcht! Wenn ich Entschlossenheit besäße, würde ich vor Furcht und Brennen dahinschmelzen, und mein Herz würde vor Sehnsucht zum Paradies fliegen. Aber ich bin ein Verbündeter von Wunschträumen, meine Entschlossenheit ist Täuschung. Ich bin blind für das, worauf die Gottesfürchtigen blickten, die für Gott, den Erhabenen, die Entschlossenheit ihrer Absichten aufrichtig machten, in der Verborgenheit ihres Gehorsams wahrhaftig waren, sich Ihm durch Aufrichtigkeit in ihren Taten näherten, die Müdigkeit mit der Beharrlichkeit in ihrem Fasten verknüpften und aus Ehrfurcht vor Ihm den Hunger in ihr Inneres gelangen ließen, zusammen mit Rauem, das sie an ihren Körpern ertrugen. Sie hielten ihre Seelen davon ab, das zu genießen, was ihnen erlaubt wurde, und wandten sich der Ewigkeit einer Wohnstätte zu, deren Freude sie mit den Blicken ihrer Betrachtung ansahen. So übergaben sie die Lider ihrer Augen den Blicken der Augen, während sie mit dem Schmerz der Schlaflosigkeit geschminkt waren, und sie trösteten sich über den Schlaf hinweg durch langes Nachdenken über das, was vor ihnen liegt an gewaltigen Schrecken und großen Gefahren. So verbargen sich die Schätze des Nachdenkens in ihren Herzen, sodass sie beinahe zerrissen, als sich der Schrecken des Tages der Androhung auf sie drängte.
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